Von der Stromwende zur Energiewende

Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Ergebnisse der Konsultationen zum Grünbuch Energieeffizienz und zum Impulspapier Strom 2030 veröffentlicht. Noch ist die Energiewende de facto eine Stromwende. Damit sich das ändert, hat das Ministerium jetzt drei Prämissen formuliert.

06. Juni 2017

„Es gibt inzwischen einen breiten Konsens, dass eine kosteneffiziente Erreichung der Energiewendeziele einen Dreiklang erfordert“, so Rainer Baake vom BMWi in einer Mitteilung.

 

Erstens müsse der Energiebedarf in allen Sektoren deutlich und dauerhaft verringert werden, gemäß dem Stichwort Efficiency First.

 

Zweitens sollen erneuerbare Energien in den jeweiligen Sektoren überall dort direkt genutzt werden, wo dies ökonomisch und ökologisch sinnvoll sei, so Baake, etwa Biotreibstoffe im Verkehrssektor oder Solarthermie in Gebäuden.

 

„Drittens wird der Energiebedarf in allen Sektoren, der trotz Effizienzmaßnahmen und direkter Nutzung erneuerbarer Energien verbleibt, zukünftig mit Strom aus erneuerbaren Quellen gedeckt.“

 

Derzeit wird Strom höher mit Steuern und Abgaben belastet als fossile Heiz- und Kraftstoffe. "Damit der Einsatz von Strom in den anderen Sektoren sich rechnet, brauchen wir eine Reform von Umlagen, Entgelten und Steuern", so Baake.