Vorschlag für strenge Auflagen

Spektrum/Fracking

Die Bundesregierung hat Regelungsvorschläge vorgelegt, die die Tiefenbohrungen nach Schiefer- oder Kohleflözgas mittels Fracking nur unter strengen Auflagen ermöglichen.

27. März 2013

Für den VKU sind diese ein Schritt in die richtige Richtung, bedürfen aber noch einer Konkretisierung. Die Entwürfe zur Änderung des gesetzlichen Rahmens sehen ein Bohrverbot in Wasserschutz- und Heilquellengebieten vor. Zudem sollen Vorhaben künftig einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterliegen, in die auch die zum Einsatz kommenden Chemikalien und das rückgeförderte Lagerstättenwasser miteinbezogen werden.

Der WEG fordert unter anderem abgestufte UVP-Regelungen, die zwischen Suche und dauerhafter Produktion unterscheiden. Der GtV Bundesverband Geothermie sieht durch Gleichbehandlung von hydraulischer Stimulation bei Tiefengeothermie die Geothermie benachteiligt, da es Unterschiede im Umwelteinfluss gebe. Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender Wintershall, kritisierte im Rahmen der Bilanz-PK des Unternehmens die »Verteufelung des Fracking«. Statt radikaler Tabuisierung forderte er einen Ansatz, in dem »unter strengen Auflagen Frackingtechnologien weiterentwickelt werden können«.

www.erdoel-erdgas.de

Erschienen in Ausgabe: 03/2013