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Verkehr

Vorsprung durch (E-)Technik

In Zeiten von Diesel-Fahrverbot, Klimaschutz und nachhaltigem Verkehr sollte die Elektromobilität gerade bei Nutzfahrzeugen nicht haltmachen. Eine robuste Alternative für den Arbeitsalltag ist der Streetscooter.

12. November 2018
(Bild: INNOGY)

Angesichts drohender Dieselfahrverbote setzen immer mehr Unternehmen aus der Energiebranche auf umweltfreundliche und nachhaltige Elektromobilität. Kein Wunder, denn gerade Energieversorger, Netzbetreiber und Stadtwerke sind nicht nur Vorreiter im Bereich Erneuerbare Energien, sondern auch beim emissionsfreien Fahren mit Strom im Thema. Mit dem Streetscooter steht nun ein Fahrzeug zur Verfügung, das sich schon in der Praxis bewährt hat, heißt es in einer Mitteilung. Mit mehr als 35 Millionen gefahrenen Kilometern habe das Fahrzeug seine Alltagstauglichkeit als Paket-Transporter für die Deutsche Post bereits unter Beweis gestellt.

Praxistauglicher Alleskönner

Mittlerweile ist der Streetscooter in verschiedenen Versionen lieferbar: Vorne ist die Fahrerkabine für zwei Personen ausgelegt und hinten gibt es ihn mit Box, als Kipper oder mit Pritsche. Auch bei der Größe hat man die Wahl zwischen dem kompakten Allrounder Work mit parkplatzfreundlichen 4,70 Metern Außenlänge und 600 Kilogramm Zuladung sowie dem alltagstauglichen Raumwunder Work L mit bis zu 900 Kilogramm Nutzlast.

Die elektrischen Transporter rollen mit bis zu 85 Stundenkilometern über die Straßen und können dabei Strecken von bis zu 205 Kilometern (nach NEFZ) mit einer Batterieladung zurücklegen. Über Nacht werden die Batterien mit Leistung von 20 oder 40 Kilowattstunden aufgeladen und sind morgens wieder einsatzbereit, um Werkzeuge, Ersatzteile oder Baumaterial nachhaltig auf die Baustelle oder zum Kunden zu bringen.

Die Ingenieure von Streetscooter sehen ihren E-Transporter als ein »Werkzeug« für verschiedenste Anwendungsbereiche. Flexible Ein- und Aufbauten wie Schubladen und Fächer, gut zugängliche Laderäume und individuell konfigurierbare Sonderwünsche machen ihn zu einem vielseitigen Allrounder.

Diese Argumente überzeugten auch die Innogy-Tochter Westnetz, die Ende vergangenen Jahres zehn Streetscooter in ihren Fuhrpark aufnahm: »Wir haben uns auf die Suche nach Fahrzeugen gemacht, die unseren Anforderungen entsprechen und unseren Kollegen einen störungsfreien Betrieb sowie eine entsprechende Reichweite bieten. Im mobilen Betrieb ist das Fahrzeug Werkstatt, Lager und Büro in einem. Streetscooter konnte diese Anforderungen erfüllen«, erklärt Geschäftsführer Dr. Jürgen Grönner. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam ein elektrisch angetriebenes Einsatzfahrzeug für den Energieversorger und Netzbetreiber entwickeln. Bestandteil der Partnerschaft ist auch der schrittweise Erwerb von insgesamt 300 Streetscootern durch Westnetz bis 2022.

Wartung und Reparatur

Die Konstruktion ist funktional und robust gehalten. Aufgrund seiner durchgefärbten Kunststoffkarossiere ist er ziemlich stabil und wartungsfreundlich. Kleine Kratzer und Beulen machen dem Streetscooter wenig aus – vor allem auch, weil nichts rosten kann. Auch der eine oder andere Rempler ist für den Transporter keine große Angelegenheit: Durch die Modulbauweise lassen sich Einzelteile rasch und günstig auswechseln. So muss bei einer kaputten Stoßstange nur diese gewechselt werden und eben nicht gleich die ganze Frontverkleidung. Lange und teure Werkstattaufenthalte gehören damit der Vergangenheit an.

»Im mobilen Betrieb muss ein Fahrzeug Werkstatt, Lager und Büro in einem sein. Der Streetscooter konnte diese Anforderungen erfüllen.«

— Dr. Jürgen Grönner, Geschäftsführer Westnetz

Überhaupt fällt die Betriebskostenbilanz des E-Allrounders positiv aus: Die Verbrauchskosten liegen im Durchschnitt 50 Prozent unter denen eines konventionellen Dieselfahrzeugs. Und auch bei der Anschaffung gibt es Sparpotenzial: Bund und Länder fördern den Kauf von E-Fahrzeugen mit attraktiven Förderprogrammen und winken mit einer Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer für die Dauer von zehn Jahren.

PlusMinus

Plus:

- Stadtfahrzeug mit bis zu 200 Kilometern Reichweite

- Zuladung bis zu 900 Kilogramm

- Gewerkeabhängige Ein- und Aufbauten

Minus:

- Für größere Einzugsgebiete zu wenig Reichweite

- Zu wenig Personenkapazität für große Baustellen

- Mit acht Stunden lange Ladezeit (ls)

Erschienen in Ausgabe: Nr. 09 /2018