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Wärme im Pool

Im Projekt ›Virtueller Wärmestrompool‹ will die Kölner Rheinenergie in den kommenden Jahren bis zu 500 Nachtspeicherheizungen in ein virtuelles Kraftwerk einbinden und verstärkt mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgen. Für die Abwicklung des dazu nötigen CLS-Managements erhielt jetzt die Berliner Firma Gwadriga den Zuschlag.

06. Juli 2018

Im Rahmen des Projekts ›Virtueller Wärmestrompool‹ will die Rheinenergie künftig Stromüberschüsse aus regenerativer Erzeugung in den Nachtspeicherheizungen »zwischenlagern« und nutzen. So werden Abschaltungen bei Wind- und PV-Anlagen vermieden, heißt es in einer Mitteilung von Gwadriga. 

»Besitzer solcher Heizungen können sich so proaktiv für die Umsetzung der Energiewende engagieren und gleichzeitig davon profitieren. Denn sie werden an den Erlösen beteiligt, die durch die optimale Nutzung der Flexibilitäten entstehen – eine echte Win-Win-Situation«, erklärt Evren Gönen, als Teilprojektleiter bei Rheinenergie für die Systemauswahl verantwortlich.

Für das Virtuelle Kraftwerk der Rheinenergie bedeutet dieses Projekt den ersten Schritt zur Nutzung von Flexibilität im Massenkundensegment. Und bei diesem Schritt ist das Instrument CLS-Management das Mittel der Wahl. Die Suche nach Teilnehmern ist gestartet und wird jetzt mit einer Marketing-Aktion intensiviert, um möglichst viele Teilnehmer für dieses Projekt zu gewinnen.

»Gwadriga überzeugte am Ende nicht nur preislich, sondern vor allem auch mit ihrem Full-Service-Ansatz, durch den der Aufwand für das CLS-Management minimiert werden kann«, fasst Evren Gönen die Gründe für die Entscheidung zusammen.

Feldtest startet Ende 2018

In einem ersten Schritt wurde jetzt bei Gwadriga eine Laborumgebung aufgebaut, mit der die Schaltprozesse über das Smart-Meter-Gateway und die dazugehörige Steuerbox erfolgreich getestet wurden. Das Pendant auf Seiten von RheinEnergie wird derzeit installiert.

Bis Ende des Jahres soll ein erster Feldtest gestartet werden. Das mit Mitteln aus dem Klimaschutzwettbewerb ›Virtuelle Kraftwerke.NRW‹ geförderte Projekt läuft bis März 2020.

»Nachdem wir die Pflicht der Gateway-Administration als Prozess vollständig beherrschen, bauen wir mit diesem Auftrag unser Portfolio nun auch bei den Mehrwertdiensten weiter aus«, freut sich Dr. Michal Sobótka, Geschäftsführer der Gwadriga.

Zum Einsatz kommen zunächst Steuerboxen von Theben.

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