Wärmstens zu empfehlen

Seit dem 1. September können Unternehmen über das KfW-Programm Abwärme erstmals einen direkten Zuschuss für ihre Investitionen in Abwärmevermeidung oder -nutzung erhalten. Rund drei Viertel des Endenergieverbrauchs in Industrie und Gewerbe werden für Prozesswärme benötigt. Ein Großteil davon verpufft jedoch ungenutzt in Form von Abwärme.

04. September 2017

Mit dem Abwärmeprogramm fördert das Bundeswirtschaftsministerium Investitionen in die Modernisierung, der Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur besseren Abwärmenutzung.

 

Zum 1. September 2017 trat die geänderte Förderrichtlinie in Kraft.

 

„Erfolgte die Förderung bisher ausschließlich durch Tilgungszuschüsse in Verbindung mit attraktiven zinsgünstigen KfW-Krediten, haben Unternehmen nun die Wahl“, heißt es in einer BMWi-Mitteilung.

 

Sie können entweder wie bisher einen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen.

Oder sie erhalten nach erfolgreichem Abschluss ihrer Investitionsmaßnahme einen direkten Zuschuss von der KfW - ohne Inanspruchnahme eines KfW-Kredits.

 

Abwärme oft ungenutzt

 

Rund drei Viertel des Endenergieverbrauchs in Industrie und Gewerbe werden für Prozesswärme benötigt. Ein Großteil davon verpufft jedoch ungenutzt in Form von Abwärme.

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat daher im letzten Jahr im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) die „Offensive Abwärmenutzung“ gestartet.

 

Mit dem KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme fördert das BMWi technologieoffen Investitionen zur innerbetrieblichen Abwärmevermeidung und -nutzung. Dies umfasst insbesondere Maßnahmen zur Prozessoptimierung, zur Umstellung von Produktionsverfahren auf energieeffiziente Technologien, zur Dämmung von Anlagen, zur Rückführung von Abwärme in den Produktionsprozess sowie zur Verstromung von Abwärme.

 

Das BMWi bezuschusst diese Investitionen mit bis zu 40 Prozent.

 

Auch die effiziente Nutzung außerhalb des Unternehmens wird gefördert, insbesondere dann, wenn Unternehmen ihre Abwärme für Heizzwecke nutzbar machen.

 

Die Förderung umfasst auch Verbindungsleitungen, die zur Einspeisung in Wärmenetze nötig sind.

Alle Informationen zur Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen des Bundes auf www.machts-effizient.de.