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Wasserkraft plus Sonnenstrom

Vattenfall baut die solare Stromerzeugung weiter aus und nutzt dafür auch Flächen an Pumpspeicherwerken des Unternehmens. Das Kraftwerk in Geesthacht dient als Pilotprojekt.

06. November 2018
Deutschlands nördlichster Pumpspeicher, das Pumpspeicherwerk (PSW) Geesthacht, feierte am 15.10. sein 60-jähriges Dienstjubiläum. Am 15. Oktober 1958 erfolgte die Inbetriebnahme des ersten von insgesamt drei Pumpspeichersätzen mit einer Nennleistung von zusammen 120 Megawatt (3x je 40 MW). (Bild: Vattenfall)

Im Oktober wurde der Pumpspeicher 60 Jahre alt. Beim Bau der Anlage dachte noch niemand an Begriffe wie Ökostrom oder Nachhaltigkeit. Heute sind diese Merkmale zentral für alle Energieversorger. Die Energiewende macht’s möglich. Vattenfall-Experten haben derzeit ein Potenzial zur Planung von insgesamt rund fünf Megawatt neuer Photovoltaik-Leistung ermittelt, so das Unternehmen.

Dabei handelt es sich sowohl um Freiflächenanlagen an den Dämmen der Pumpspeicher, PV-Dachanlagen auf Betriebsgebäuden sowie Freiflächenanlagen auf bisher ungenutzten Betriebsflächen, heißt es.

Der Start des Projekts namens PV@Hydro erfolgte Ende Juli am Pumpspeicher Geesthacht an der Elbe in Schleswig-Holstein.

Darüber hinaus plant das Unternehmen, am Damm des Oberbeckens in Geesthacht weitere Photovoltaik-Module mit einer Leistung von gut zwei Megawatt zu errichten. Weitere Photovoltaik-Anlagen können an den Pumpspeichern in Wendefurth (Sachsen-Anhalt), Hohenwarte (Thüringen) und Markersbach (Sachsen) entstehen, heißt es.

Vattenfall hat nach Unternehmensangaben das Ziel, innerhalb einer Generation fossil-frei zu sein.

»Deshalb ist es für uns als Unternehmen logisch und konsequent, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter zu fördern, besonders in den Regionen, in denen wir bereits seit Jahrzehnten mit unseren Pumpspeicherwerken fester Teil der lokalen Energieinfrastruktur sind«, so Vattenfall. Die Nutzung der bereits vorhandenen Technik führe zu Synergien, die auch die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte begünstigen kann.

»Insofern ist PV@Hydro ein exzellentes Beispiel dafür, wie sich die bestehende und die neue Energiewelt im Rahmen der Energiewende in Deutschland miteinander kombinieren lassen«, so das Unternehmen.

Investitionen in die Zukunft

Vattenfall plant für die Jahre 2018 und 2019 Investitionen in Höhe von 100 Millionen Euro in den weiteren Ausbau der Solarenergie. In Deutschland betreibt Vattenfall insgesamt 12 Wasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von rund 3.000 Megawatt (MW), im wesentlichen Pumpspeicherwerke und kleinere Laufwasserkraftwerke. Zum Anlagenbestand gehören die beiden größten deutschen Pumpspeicherwerke, Markersbach im Erzgebirge mit 1.050 MW sowie Goldisthal in Thüringen mit 1.060 MW.

Im ersten Halbjahr 2018 stammten 29 Prozent der gesamten Stromerzeugung des Unternehmens aus Wasserkraft.

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