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Wasserstoff für die Grundstoffindustrie

Wie gelingt der Aufbau einer klimaneutralen Industrie? Eine NRW-Landesinitiative hat gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ein Diskussionspapier zum Einsatz von Wasserstoff erarbeitet.

12. November 2019
electric power plant during sunset time
(Bild: bannafarsai – stock.adobe.co)

Das Diskussionspapier unterstreiche die essenzielle Funktion des Energieträgers für die Erreichung der Pariser Klimaschutzziele, so die Initiative IN4climate.NRW. Es skizziere die Herausforderungen, die im Aufbau der nötigen Infrastruktur liegen und richte sich mit klaren Handlungsempfehlungen an die Politik. 

„Für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur ist die Bedarfsentwicklung in der Industrie eine entscheidende Größe“, heißt es in dem Diskussionspapier. „Dies ist nicht zuletzt deshalb der Fall, weil in der Industrie der Bedarf an zentralen Verbrauchsschwerpunkten auftritt. Aktuelle Szenarien für Deutschland, die bis zum Jahr 2050 eine 95-prozentige Reduktion von Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 beschreiben, weisen übereinstimmend auf einen hohen zukünftigen Bedarf an Wasserstoff im industriellen Sektor hin. Dabei könnte der Wasserstoffbedarf im Jahr 2050 allein in der Stahlindustrie (bei vollständigem Umstieg der Primärstahlerzeugung auf Direktreduktion mit Wasserstoff und E-Öfen) bei rund 70 bis 80 TWh liegen. In den anderen Industriebranchen beläuft sich der jährliche Wasserstoffbedarf den Szenarien zufolge auf bis zu 40 TWh.“ 

Sie finden das Papier hier zum Download.