Wechsel bei Geothermie Unterhaching

Energiecontracting Heidelberg(ECH) wird künftig das Heizkraftwerk sowie das Fernwärmenetz der Gemeinde Unterhaching bei München betreiben. Bereits seit 2007 wird diese mit Wärme aus Tiefengeothermie versorgt.

11. Oktober 2012

Das in Unterhaching betriebene Heizkraftwerk der Geothermie Unterhaching ist das Einzige in Europa, das in dieser Größe erfolgreich mit der Kalina-Technologie betrieben wird, so ECH. Aktuell verfügt die Wärmeversorgung in Unterhaching über einen Anschlusswert von rund 50MW. Das Fernwärmenetz werde ständig erweitert und es werden neue Kunden angeschlossen. Deutschlandweit sei es das derzeit das größte, welches aus einer Tiefengeothermiequelle versorgt wird.

Der Contractor erhielt im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung den Zuschlag für die langfristige Betriebsführung der bestehenden Energieversorgung der Gemeinde.

Der Energiedienstleister ist bereits beim Tiefengeothermie-Projekt im benachbarten Grünwald technischer Betriebsführer, Generalplaner für die Planung des Fernwärmenetzes aller oberirdischen Anlagen und weiteren Geschäftsbesorgungen für die Erdwärme Grünwald.»Die Bewirtschaftung der beiden Energieversorgungsanlagen durch ECH ermöglicht die Nutzung vieler Synergien«, erläutert Otto Schwarzmann, Vorstand der ECH.

Unterstützt wird dies auch durch den von beiden Gemeinden Unterhaching und Grünwald Anfang 2012 geschlossenen ›Wärmeverbund Grünwald und Unterhaching‹. »Dadurch können in beiden Wärmenetzen gegenseitig Spitzen- und Redundanzanlagen genutzt und der Einsatz fossil erzeugter Spitzenwärme erheblich reduziert werden«, so Schwarzmann.