Weidmüller baut Kompetenz im Condition Monitoring weiter aus

Die Weidmüller Gruppe übernimmt die Bosch Rexroth Monitoring Systems von Bosch Rexroth. Das Unternehmen möchte damit seine Aktivitäten im Windbereich verstärken. Zudem soll das Lösungsportfolio rund um Condition Monitoring Technologien erweitert werden.

03. August 2016

Die entsprechenden Verträge unterzeichneten beide Unternehmen dafür am 01. August. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart, teilt Weidmüller weiter mit. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt fusionskontrollrechtlicher Genehmigungen.

Zukünftig soll das Dresdener Unternehmen unter dem Namen „Weidmüller Monitoring Systems GmbH“ am Markt vertretenen sein.

Facts and Figures

Bosch Rexroth Monitoring Systems mit Sitz in Dresden beschäftigt derzeit rund 25 Mitarbeiter und entwickelt, fertigt und vertreibt Condition Monitoring Systeme für Windenergieanlagen. Diese überwachen insbesondere den Zustand der Rotorblätter und bieten unter anderem die Möglichkeit, Eisansatz an den Rotorblättern zu diagnostizieren.

Im Geschäftsjahr 2015 erzielte das Unternehmen laut Weidmüller einen Umsatz von 3,8 Mio. € und belieferte insbesondere Windturbinenhersteller in Europa. Die im Markt verfügbaren Lösungen sind vor allem unter der Marke Bladecontrol bekannt.

Gemeinsam zum Player mit mehr Gewicht

„Unser neues Familienmitglied bringt als komplementäre Ergänzung alle Voraussetzungen für künftiges Wachstum mit“, erklärte Dr. Peter Köhler, Vorstandsvorsitzender der Weidmüller Gruppe bei der Vertragsunterzeichnung.

„Als Pionier und Marktführer im Bereich rotorblattbasierter Schadendetektion für Windenergieanlagen hat uns das Unternehmen beeindruckt - wir werden von der innovativen Technologie aber auch der Expertise der neuen Kollegen profitieren“, ergänzte Jörg Timmermann, Finanzvorstand der Weidmüller Gruppe und verantwortlich für Mergers & Akquisitions.

Gemeinsam will man nun ein Player mit mehr Gewicht und einem noch breiteren Lösungsportfolio im Condition Monitoring werden, wie Köhler betonte: „Mit unserer schlagkräftigen und weltweit aktiven Vertriebsorganisation werden wir die stark wachsende internationale Nachfrage nach Windkraftlösungen für Wachstum nutzen.“