Weniger ist mehr

Der Strompreis für das produzierende Gewerbe ist so niedrig wie seit 2005 nicht mehr. Laut Eurostat kostete die Kilowattstunde Strom 2013 im Durchschnitt 8,6 Cent. Die schlechte Nachricht: Mit Steuern und Abgaben klettert der Preis auf rund 15 Cent. Von dieser Steuerlast können sich Unternehmen jedoch nach Angaben des TÜV Rheinland weitestgehend befreien durch den sogenannten Spitzenausgleich.

25. März 2014

Laut TÜV Rheinland sieht die im Strom- und Energiesteuergesetz verankerte Entlastung vor, dass Unternehmen, die mehr als 1.000 Euro Stromsteuer im Jahr bezahlen, diese auf Antrag größtenteils erlassen oder erstattet bekommen.

„Wer profitieren will, muss allerdings eine Gegenleistung erbringen indem er ein Energiemanagementsystem betreibt“, so der TÜV in einer Mitteilung. Das soll helfen, Möglichkeiten zum Energie- und Kostensparen zu ermitteln und konkrete Maßnahmen für mehr Energieeffizienz anzustoßen.

Verfahren klar geregelt

Beantragt wird der Spitzenausgleich beim örtlichen Hauptzollamt. Das Verfahren ist in der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) geregelt: Im Jahr 2014 muss das Unternehmen nachweisen, dass es ein zertifizierbares Energiemanagementsystem einführt.

Ab 2015 muss dieses dann vollständig etabliert sein. Den Nachweis hierüber liefert jeweils das Testat eines anerkannten Prüfunternehmens.

Während für große Unternehmen das umfangreiche Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder das Umweltmanagementsystem nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) Pflicht ist, dürfen die KMU einen geringeren Aufwand betreiben, in Form sogenannter alternativer Energieeffizienzsysteme.