Wenn das Wasserstoff-Auto kommt

Bad-Homburg geht beim Thema Wasserstoff voran und bekommt eine Wasserstoff-Tankstelle. Die hessische Stadt hat beim zweiten Standortaufruf des Infrastruktur-Betreibers H2 Mobility gewonnen. Denn über 70 Bürger und Unternehmen wollen ein Wasserstoff-Auto kaufen. Neben Bad Homburg sollen bei dieser zweiten Runde vier weitere Stationen außerhalb der regulären Netzplanung in Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein entstehen.

08. Februar 2018

„Wir haben für vier weitere Standorte im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) Fördermittel beantragt“, erklärt Lorenz Jung, der den Aufruf geleitet hat und bei H2 Mobility für den Tankstellen-Rollout verantwortlich ist.

Aus der Fläche zum Bedarf

Grundlage für den Rollout des Betreiber-Konsortiums ist eigentlich eine Studie, die sieben Regionen in Deutschland definiert hat. Bis zu zehn Stationen sollen künftig in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Nürnberg, Rhein-Ruhr und Stuttgart, sowie weitere Tankstellen an Fernstraßen und Autobahnen eine flächendeckende Wasserstoff-Versorgung sicherstellen.

Das Betreiberkonsortium hat mit dem Standortaufruf den auf Studien basierenden Netzplanungsansatz um eine Variante erweitert und Regionen zur direkten Teilnahme aufgefordert. Den ersten Standortaufruf hatte im Mai 2017 Halle an der Saale gewonnen.

13 Bewerber waren dabei

Um eine Wasserstofftankstellen bewerben konnten sich beim zweiten Standortaufruf Regionen, die mindestens 15 unterschriebene Willensbekundungen (LOI – Letter of Intent) zum Kauf eines wasserstoffbetriebenen Fahrzeugs eingebracht haben. 13 Regionen haben daraufhin insgesamt über 400 LOI von Unternehmen und Privatpersonen vorgelegt.

Mit Bad Homburg hat das Konsortium den ersten Gewinner bekannt gegeben. Die hessische Stadt überzeugte mit über 70 Willensbekundungen zum Kauf von Wasserstoff-Fahrzeugen, teilt H2 Mobility weiter mit.

Mit Unterstützung der Stadt habe die Gaertner & Roesebeck Unternehmensberatung für Wasserstoff als Kraftstoff geworben und viele Bad Homburger Bürger und Unternehmen überzeugen können.

Gute Anbindung

Auch die Stadt werde das eigene Car-Sharing Programm um Wasserstoff-Fahrzeuge erweitern. Zudem liege die Kreisstadt verkehrsgünstig an der A5 und ergänzt damit die Anbindung an die Metropolregion Rhein-Main.

Die Station in Bad Homburg ist Teil des Projektes Hydrogen Mobility Europe, das Fördermittel vom Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking (FCH 2 JU) erhält.