Wettbewerb im Mess- und Zählwesen

Bundesnetzagentur leitet weitere Schritte ein

23. Juli 2009

Die Bundesnetzagentur hat einen Entwurf für die Festlegung von bundesweit einheitlichen Geschäftsprozessen im Mess- und Zählwesen für den Strom- und Gasmarkt veröffentlicht. Mit der Festlegung sollen die Voraussetzungen für einen diskriminierungsfreien Zugang von Wettbewerbern zum Messstellenbetrieb und zur Messung definiert werden. Zugleich ist beabsichtigt, konkrete Regelungen für die standardisierte und rechtssichere Erhebung und Übermittlung von Messwerten zwischen den Marktbeteiligten vorzugeben. Dabei soll der Datenaustausch in einem weitestgehend automatisierten Verfahren und einem einheitlichen elektronischen Datenformat erfolgen.

„Wettbewerb im Mess- und Zählwesen setzt massengeschäftstaugliche und rechtssichere Rahmenbedingungen voraus“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, bei der Vorstellung der geplanten Regeln. „Mit dieser Festlegung“, so Kurth weiter, „schaffen wir die Basis für die zügige und verlässliche Abwicklung der Prozesse. Der Zugang zu Messstellenbetrieb und Messung müsse transparenten und formalisierten Grundsätzen folgen. „Fehlerquellen und Konfliktpotenziale im Prozessablauf sollen ausgeschlossen werden", so Kurth.

Die Vorgaben für einheitliche Geschäftsprozesse im Mess- und Zählwesen werden bundesweit gelten und sollen für den Strom- und Gasbereich identisch sein. Damit können in Mehrspartenunternehmen Parallel- und Doppelarbeiten bei der Prozessimplementierung weitestgehend ausgeschlossen werden, eine effiziente Gestaltung des Prozesses ist möglich.

Alle Marktbeteiligten haben Gelegenheit, zum Entwurf bis zum 17. August 2009 Stellung zu nehmen. Der Festlegungsentwurf sowie nähere Einzelheiten zum Ablauf der Konsultation können auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur abgerufen werden.