Betriebsführung

Wie gut ist der Standort noch?

Datenvorhaltung, Verfügbarkeit, Standortgüte: Das EEG 2017 hat eine Vielzahl an Änderungen mit sich gebracht.

30. Oktober 2019
Wie gut ist der Standort noch?
(Bild: vegefox.com – stock.adobe.com)

Deren Auswirkungen werden aktuell mit dem Fokus auf Planung und Errichtung diskutiert. Aber auch gestiegene Anforderungen an den Betrieb von Windparks sind mit dem EEG 2017 verknüpft, die teilweise durch die Technische Richtlinie 10 (TR 10) der FGW konkretisiert wurden. Darauf weisen die Experten von Wpd Windmanager hin. Demnach müssen sich die technische und die kaufmännische Betriebsführung in drei Punkten neu ausrichten.

Datenvorhaltung

Durch die im EEG 2017 eingeführte Änderung des Vergütungsmodells, dass nun die Bestimmung der Standortgüte vor Inbetriebnahme und die Überprüfung der Standortgüte im 5-Jahres-Rhythmus vorschreibt, sind auch Vorgaben an die Datenvorhaltung geknüpft, für die allein der Betreiber der Anlage verantwortlich ist.

Laut EEG 2017 muss die Datenvorhaltung so ausgelegt sein, dass sie für den Betrachtungszeitraum von fünf Jahren „nicht nachträglich veränderbar“ ist. Diese Auflage bedarf – vor dem Hintergrund der Vergütungsrelevanz – einer besonderen Beachtung. Dadurch werden neue Maßstäbe in der Datenvorhaltung gesetzt, die die klassische Datenspeicherung ersetzen!

Verfügbarkeit

Die gesicherten und zur Erstellung des Standortgütenachweises nach Inbetriebnahme aufbewahrten Daten sollen insbesondere laut TR10 dazu dienen die im EEG 2017 definierte „Fiktive Strommenge“ zu ermitteln, die auf die eingespeiste Strommenge zu addieren ist.

Der größte Fokus, gemäß TR 10, liegt hier auf Strommengen, die aufgrund fehlender Verfügbarkeit nicht eingespeist wurden. Im Sinne des EEG 2017 stellt die Ermittlung dieser Verfügbarkeit während des Betriebes eine neue Notwendigkeit dar. Aber auch die Vermeidung von Stillstandzeiten und eine konstant hohe Verfügbarkeit rücken noch stärker in den Mittelpunkt.

Standortgüte

Aufgrund der möglichen Änderung der Einspeisevergütung nach jeweils fünf Jahren und den damit einhergehenden Rückzahlungen oder Nachforderungen ist die Standortgüte auch während der einzelnen Betriebsjahre eine neue Größe. Einmal um den Reporting-Anforderungen der finanzierenden Bank, aber auch um der eigenen Liquiditätsplanung gerecht zu werden.

„Zusammengefasst gilt: Nur durch eine adäquate Datenvorhaltung, die Ermittlung und Pflege der EEG-Verfügbarkeit und die Anpassung an neue Reporting-Anforderungen ist eine Betriebsführung bereit für den Betrieb von Windenergieanlagen unter dem EEG 2017“, so Wpd Windmanager.