Wie nachhaltig sind moderne Gebäude?

Das erste europaweite Instrument zur Berichterstattung über die Nachhaltigkeitsleistung von Gebäuden hat eine wichtige Hürde genommen. Die EU-Kommission startete die Pilotphase für ‚Level(s)‘. Das Programm hebt auf die wichtigsten Aspekte der Leistung eines Gebäudes ab und bietet einfachen Zugang für alle, die nachhaltiger bauen wollen.

16. Oktober 2017

Das Programm bezeichnet einen neuen EU-Rahmen für nachhaltige Gebäude, der zum Wandel im Bausektor beitragen soll, heißt es. „Es ist das erste Instrument dieser Art, das zur Verwendung in ganz Europa entwickelt wurde“, so die EU-Kommission in einer Mitteilung.

 

„Level(s) kann zur Entwicklung einer nachhaltig bebauten Umwelt in ganz Europa beitragen und den Übergang zur Kreislaufwirtschaft fördern“, so EU-Kommissar Karmenu Vella.

 

Dies sei ein bedeutender Schritt hin zu einem ressourceneffizienteren und wettbewerbsfähigeren Bausektor in Europa.

 

Das Tool ist den Angaben zufolge das Ergebnis einer breit angelegten Konsultation mit der Branche und dem öffentlichen Sektor.

 

Es stellt Leistungsindikatoren für Bereiche wie Treibhausgasemissionen, Ressourcen- und Wassereffizienz sowie Gesundheit und Wohlbefinden in den Mittelpunkt.

 

„Ziel ist die Schaffung einer gemeinsamen Sprache zum Thema nachhaltiges Bauen in der Praxis, wobei die Debatte über bloße Energieeffizienz hinausgeht“, heißt es.

 

Die Testphase dauert bis 2019.

 

Eine gemeinsame Sprache

 

Das Programm hebt auf die wichtigsten Aspekte der Leistung eines Gebäudes ab und bietet einfachen Zugang für alle, die nachhaltiger bauen wollen.

 

Zu diesen Aspekten zählen: Treibhausgasemissionen während des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes, ressourceneffiziente Stoffkreisläufe, effiziente Nutzung der Wasserressourcen, gesunde und das Wohlbefinden fördernde Räume, Anpassung an den Klimawandel und Klimaresilienz, Lebenszykluskosten und -wert eines Gebäudes.

 

Jeder Indikator verknüpft die Auswirkungen eines Gebäudes mit den EU-Prioritäten für die Kreislaufwirtschaft, und der Rahmen erweitert die Agenda der Baubranche und richtet sie darauf aus, mehr UN-Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen.