Wie teuer darf Ökostrom sein?

In einer Forsa-Umfrage haben sich 85% der befragten Haushaltsvorstände für eine Förderung von erneuerbaren Energien ausgesprochen. Aber nur knapp 50% der befragten Personen sind bereit, für Ökostrom mehr zu zahlen als für Strom aus konventionellen Quellen. Das ergab eine Erhebung im Auftrag des Bundesforschungsministeriums.

21. März 2014

Von den knapp 50% der Befragten, die höhere Kosten für Erneuerbare akzeptieren, ist den Angaben zufolge wiederum nur die Hälfte bereit, mehr als 6 Cent pro kWh zusätzlich zu zahlen, um den aktuellen Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von rund 25% zu finanzieren.

Rund 6.500 Haushalte nahmen an der Befragung teil, die unter anderem vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) konzipiert wurde.

„Nach diesen Ergebnissen wird die Erhöhung der EEG-Umlage auf 6,24 Cent pro kWh von der Mehrheit der Bevölkerung nicht unterstützt“, so das RWI in einer Mitteilung.

Jeder Zweite hat noch nie den Stromanbieter gewechselt

Im Rahmen der Studie wurden die Haushalte unter anderem auch zu Stromversorgung und Stromanbieterwechseln befragt. Als wichtigsten Grund für die Wahl des Stromanbieters gaben knapp 29% der Haushalte eine preisgünstige Stromversorgung an, knapp 21% nannten eine Strompreisgarantie.

Kein Atomstrom war nur bei gut 6% der Befragten das Hauptkriterium bei der Wahl des Stromanbieters. Gut 50% der befragten Haushaltsvorstände gaben an, noch nie den Stromanbieter gewechselt zu haben. Knapp 21% haben den Anbieter bereits einmal gewechselt, knapp 23% bereits mehrmals.