Wie Wind auf Verteilnetze wirkt

Energiewende bedeutet in Dardesheim nicht nur, erneuerbare Energien auszubauen, sondern auch ein sicheres Energieversorgungssystem zu entwickeln. Die Kommune wurde dafür von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet.

02. Juni 2015

Für langjähriges Engagement hat die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) Dardesheim jetzt als Energie-Kommune des Monats ausgezeichnet. Laut AEE zeigt die Gemeinde in Sachsen-Anhalt beispielhaft, wie die Energiewende konkret umgesetzt werden kann. Dort wird nicht nur Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, sondern auch das Zusammenspiel von Erzeugung und Verbrauch untersucht.

»Die Systemintegration erneuerbarer Energien ist nicht nur ein Thema für Forschungsinstitute, sondern sie erfordert auch die Erfahrungen der Praktiker auf kommunale Ebene, welche die Energiewende vor Ort aktiv umsetzen«, sagt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der AEE. Dardesheim ist seit langem aktiv, baut Wind- und Solarenergieanlage auf und bringt diese in Forschungsprojekte zur Systemintegration, Verteilnetzsicherheit und Elektromobilität ein, um neue Erkenntnisse für die Umsetzung der Energiewende zu erarbeiten.«

Bürgermeister Ralf Voigt ergänzt: »Uns alle eint das Ziel, das Klima zu schützen und eine sichere und bezahlbare Vollversorgung aus erneuerbaren Energien zu etablieren.« Der Windpark Druisberg betreibt derzeit 32 Windenergieanlagen, die das 40-fache des gesamten jährlichen Stromverbrauchs von Dardesheim erzeugen. Außerdem stellt die Gemeinde die Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchten um.