Der Vorteil: Die mittels Elektrolyse erzeugten synthetischen Gase können per Schiff oder Unterwasser-Pipeline transportiert werden; die Kapazität der zu bauenden Landanschlussleitung kann dadurch verringert werden.

„Mit grünem Wasserstoff lässt sich der Klimawandel bremsen und die Energiewende meistern: So lautet das Fazit des ersten H2-Forums von Tractebel in Bad Vilbel“, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Mitte Januar nahmen den Angaben zufolge rund einhundert Experten aus Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft an der Veranstaltung teil.

„H2 ist der Schlüssel zur Energiewende“, stellte Dr. Thomas Brandstätt, Vorsitzender der Tractebel Engineering GmbH, in seinen einleitenden Worten fest. Auf welch vielfältige Weise grüner Wasserstoff zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung und Mobilität sowie zu einer nachhaltigen Industrie beitragen kann, erfuhren die Teilnehmer bei Vorträgen und Diskussionen.

„Weltweit einzigartig“

Felix Knicker von der Tractebel Engineering und Manuel Manzke von Tractebel Overdick präsentierten den Angaben zufolge ein weltweit einzigartiges Konzept einer Offshore-Plattform zur Herstellung von grünem Wasserstoff aus Windkraft.

„Vor wenigen Monaten erfuhr die Fachwelt erstmals von dieser Arbeit, der die Branche viel Beachtung schenkt“, so Tractebel. Ein solche Plattform ermöglicht die Produktion von umweltfreundlichem, grünem Wasserstoff im industriellen Maßstab (400MW) aus Offshore-Windenergie mittels Elektrolyse.

Dies eröffnet neue Perspektiven für die CO2-neutrale Erzeugung und Bereitstellung erneuerbarer Energien. „Schon heute kann das zukunftsorientierte Konzept beispielsweise in der Nordsee realisiert werden“, heißt es. Hier die Details zum Nachlesen.

Gut zu wissen: Power to Gas

Windgas, Elektrolyse, PtG/PtX: Die Begriffe stehen für die elektrochemische Umwandlung von Strom zu Gas. Das Interesse an dem Verfahren ist in jüngster Zeit enorm gestiegen. Hier eine Übersicht zum Nachlesen.