Windpark Borkum feiert »Bergfest« auf See

Über die Hälfte des Trianel Windparks Borkum rund 45 km vor der gleichnamigen Nordseeinsel ist am Netz. Er gilt als erster rein kommunaler Windpark in Europa. Die dauerhafte Stromanbindung mit dem Festland erfolgte im Dezember durch die Umspannplattform Dolwin Alpha.

24. April 2015

»Die Netzanbindung läuft stabil und auch durch den Frühjahressturm Niklas sind keine Schäden zu verzeichnen. Inzwischen sind 20 von 40 Anlagen angeschlossen«, berichtet Klaus Horstick, Geschäftsführer der Trianel Windkraftwerk Borkum. Seit Februar 2015 liefert der erste rein kommunale Offshore-Windpark Europas Strom.

Bei der Inbetriebnahme der einzelnen Anlagen ist das Wetter ein wichtiger Faktor und entscheidet darüber, ob die Techniker auf See arbeiten können. »In den kommenden Tagen wird relativ ruhiges Seewetter erwartet, mit Wellenhöhen von unter 1,50 Meter, somit können die Techniker gut arbeiten. Bei niedrigem Wellengang werden weitere Anlagen im zwei bis drei Tages-Rhythmus ans Netz genommen«, erklärt Horstick.

Da bei den ersten Anlagen bereits die vorgeschriebene »500 Stunden Wartung« im Gang ist, sind nicht alle Anlagen am Netz. Bei der „500 Stunden Wartung“ wird die Anlage stillgelegt und vollständig überprüft. Die Prüfungen umfassen beispielsweise die Rotorarretierung, die Rotorbremsbeläge, das Getriebe, die Hydraulik des Gondelkranes und alle weiteren Anlagenteile. Jede Schraube wird hierbei angefasst und nachgezogen. Insgesamt befinden sich über 110 Wartungspositionen im Wartungshandbuch.