Wirtschaftlich Hallen heizen

Baukasten-Dunkelstrahler für den individuellen Einsatz

Ältere und moderne Hallen lassen sich unter anderem mit Dunkelstrahlern wirtschaftlich beheizen. Individuelle Konzepte und unterschiedliche Ausführungen erlauben das Anpassen an die jeweiligen Bedürfnisse.

12. Juli 2001

Dunkelstrahler-Heizsysteme schaffen in Hallen mit einer Gebäudehöhe bis etwa 7 m thermischen Komfort im Aufenthaltsbereich. Die Lufttemperatur kann gegenüber konventionellen Systemen um rund 4 °C reduziert werden. Die empfundene Strahlungsintensität kompensiert die Temperaturdifferenz bis zur geforderten Raumtemperatur und ermöglicht so beträchtliche Energieeinsparungen.

Die neue GoGaS Dunkelstrahler-Serie DSL ist für verschiedene Einsatzbedingungen konzipiert. Die Dunkelstrahler können dank des Baukastenprinzips je nach Bedarf für den Endkunden konfektioniert werden. Insgesamt stehen sieben Dunkelstrahler-Typen in einem Leistungsbereich zwischen 10 und 40 kW zur Verfügung.

Jeder Strahler besteht aus einem Einrohrstrahler, der durch einen Gasgebläsebrenner beheizt wird. Die oberflächenbehandelten Strahlrohre verfügen über hohe Absorptionseigenschaften im Inneren und hohe Emissionseigenschaften an der Rohraußenseite. Die spezielle Oberflächenvergütung bietet darüber hinaus einen optimalen Korrosionsschutz. Eine geschlossene Reflektorhaube mit hohem Reflexionsvermögen lenkt die Strahlung direkt in den Aufenthaltsbereich.

Durch das Einrohrprinzip des DSL Dunkelstrahlers werden mögliche Strahlungsasymmetrien im Aufenthaltsbereich vermieden. Wärmeleitbleche führen zu einer hohen Wärmeübertragungsleistung innerhalb des Strahlrohres und somit zu einer Wirkungsgradmaximierung. Alle Dunkelstrahler können mit Erdgas oder Flüssiggas betrieben werden. Maßgeschneiderte Abgassysteme sorgen für eine sichere Entsorgung der Verbrennungsgase. Die Dunkelstrahler der Serie DSL ermöglichen kurze Aufheizzeiten und eine flexible Zonentemperierung nach Kundenwunsch. Unterschiedliche Regelungskonzepte lassen sich mit den GoGaS-Regelungsanlagen realisieren.

Die Strahler können mit hohen oder geringen spezifischen Leistungen ausgestattet werden. So kann ein 20 kW Strahler mit nur 5,8 m Rohrlänge, aber auch einen 20 kW Strahler mit einer Gesamtlänge von etwa 13 m geliefert werden. Bei komplexen Fragestellungen können Strahlungsverteilungen, die sich bei der Installation der Dunkelstrahler in der Halle ergeben, im Vorfeld berechnet werden. So lassen sich Intensität und Art der Wärmeverteilung schon vor der Installation bestimmen.

Die mathematische Berechnung erfasst sämtliche am Strahlungsaustausch beteiligten Flächen. Eine komplexe Einstrahlzahlberechnung, gekoppelt mit einer Bilanzierung der Wärmeströme, ermöglicht die Voraussage der tatsächlich auftretenden Strahlungsintensitäten im Bereich der Aufenthaltszonen.

Erschienen in Ausgabe: 06/2001