Wuppertal stellt um

Am 13. Juli hat die Kohlekommission das zweite Mal getagt. Sie soll bis Ende 2018 ein Programm erarbeiten, das unter anderem festlegt, wie die Kohleverstromung schrittweise reduziert werden kann und bis wann sie beendet sein soll. Wuppertal hat seine Kohleverstromung schon beendet: Das Kohleheizkraftwerk Elberfeld ist vom Netz gegangen.

13. Juli 2018

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben das Kraftwerk stillgelegt. Die Wärme für die Kunden in Elberfeld und Barmen kommt nun aus einem Müllheizkraftwerk. Am 7. Juli haben  die Stadtwerke dafür eine neue Fernwärmeleitung in Betrieb genommen, die die Kunden an das Kraftwerk anschließt. 

„Der 2016 begonnene Umbau des Fernwärmenetzes ist für Wuppertal das klimapolitisch wichtigste Projekt dieses Jahrzehnts“, sagt Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender WSW Energie & Wasser.

Durch die Umstellung wird sich der jährliche CO2-Ausstoß in Wuppertal um rund 450.000 Tonnen verringern, so die WSW. Damit ende nach 120 Jahren auch die Kohleverstromung in Wuppertal.

Die Erzeugungsleistung der Turbinen im Kohleheizkraftwerk Elberfeld betrug zuletzt 70 Megawatt für Strom und 198 Megawatt für Fernwärme.