WVE betreibt eigenes virtuelles Kraftwerk

Die WVE, Tochter der Stadtwerke Kaiserslautern (SWK), wird künftig die Leistung mehrerer Klärgaskraftwerke am Minutenreservemarkt anbieten. Hierzu bündelt und steuert die WVE die Anlagen über ein eigenes virtuelles Kraftwerk, das auf der Systemplattform EC24 der Clean Energy Sourcing (Clens) basiert. Die Vermarktung übernimmt Clens.

30. Oktober 2015

Flexibilitätsvermarktung und den Betrieb eines eigenen virtuellen Kraftwerks zu erleichtern, stellt ihnen Clens hierzu ihre digitale Infrastruktur und den Zugang zu allen relevanten Märkten zur Verfügung. Die WVE als kommunaler Partner bildet in dieser Kooperation die kundennahe Projektbetreuung und das Anlagenmanagement ab.

Die Systemplattform EC24 wurde von der Clens-Unternehmenstochter SP Energy Control (SPE) entwickelt und gemeinsam mit Clens optimiert. EC24 dient der Steuerung dezentraler Erzeugungs-, Verbrauchs- und Speicheranlagen und schafft damit die Grundlage für eine optimale Vermarktung und einen flexiblen und bedarfsgerechten Betrieb der Anlagen, so Clens. Zudem ist die Systemplattform für die Vermarktung von Minutenreserve- und Sekundärregelleistung präqualifiziert und wird von Clens sowie von weiteren Betreibern virtueller Kraftwerke in den vier deutschen Regelzonen und in Österreich eingesetzt.

Die WVE betreibt derzeit eine ›Light Version‹ von EC24. Das heißt, die WVE nutzt den vollen Funktionsumfang eines virtuellen Kraftwerks, der WVE-Pool ist jedoch nicht direkt mit den Übertragungsnetzbetreiber verbunden, sondern dockt am virtuellen Kraftwerk der Clens an. Clens übernimmt für die WVE die Vermarktung des Pools am Regelenergiemarkt und die Kommunikation mit den Übertragungsnetzbetreibern.