Zugang zum Europäischen Emissionshandel

EIB-KfW CO2-Programm geht mit 100 Mio. € an den Start

07. Mai 2007

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die KfW Bankengruppe (KfW) legen als Nachfolgeprogramm und 2. Tranche des KfW-Klimaschutzfonds ein gemeinsames Programm zum Kauf von Emissionsgutschriften aus so genannten JI- und CDM-Projekten mit einem Volumen von 100 Mio. € auf. Das neue EIB-KfW CO2-Programm startete mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding auf der Carbon Expo in Köln.

“Dies ist eine hervorragende Möglichkeit für mittelständische europäische Unternehmen, am Markt für Emissionsgutschriften aus CDM- und JI-Projekten zu partizipieren“, sagt Detlef Leinberger, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Ziel des EIB-KfW CO2-Programms ist die Unterstützung von Unternehmen aus ganz Europa, die keinen eigenen Zugang zu diesen Projekten haben, aber dennoch die Emissionsgutschriften zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen im Rahmen des Europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) nutzen wollen und an einem direkten Kauf von Zertifikaten interessiert sind. Für diese Unternehmen wird auch eine Liefergarantie angeboten. Nicht nur Unternehmen in Europa sollen von diesem neuen Produkt profitieren, sondern auch Unternehmen in Entwicklungs-, Transformations- und Schwellenländern, die entsprechende CDM- oder JI-Projekte anbieten können. Die KfW wird der Programmmanager sein, d. h. sie ist der direkte Vertragspartner für die Verkäufer und Käufer von Zertifikaten. Die EIB ist Co-Sponsor, sie beteiligt sich hälftig an den Risiken und übernimmt die Erstprüfung für die Anzahlungen.

Im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems können auch Emissionsgutschriften nach den flexiblen Kyoto-Mechanismen Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM) verwendet werden. JI bezieht sich auf Projekte in Industrie- und Transformationsländern und CDM auf Projekte in Entwicklungsländern.