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Zuhause im Würfel-Glück

Stadtwerken den Zugang zum Kunden und zu Mehrwertdiensten sichern: Produktentwickler haben ein System entwickelt, das sich neutral zu Bestandsanlagen vor Ort verhält. Der ›Lora-Würfel‹ ist in Zusammenarbeit von Homee und Meterpan entstanden.

01. Februar 2019
Zuhause  im Würfel-Glück
(Bild: Meterpan GmbH)

Er stellt Kunden eine Plattform zur Verfügung, in die bestehende Systeme wie etwa Alexa von Amazon oder Philips Hue ebenso einfach integriert werden können wie jegliche denkbaren künftigen Mehrwertprodukte im Smart-Home-Bereich.

Offen für alle Möglichkeiten

Denn noch sind viele am Markt verfügbaren Smart-Home-Lösungen in irgendeiner Weise ausschließend. Eine einfache Integrationsmöglichkeit bezieht sich meist auf die Installation solcher Geräte und Module, die den jeweiligen proprietären Standard kennen.

Aus Sicht der Versorgungsunternehmen bringen diese einschränkenden Lösungen Probleme mit sich, wenn es darum geht, diese den Endkunden zu verkaufen. Erstens muss der Kunde davon überzeugt werden, sich für ein bestimmtes System zu entscheiden, das andere Lösungen, die er möglicherweise bereits zu Hause hat, nicht integrieren kann.

Zweitens wird es für das Stadtwerk schwierig, das System nach eigenen Vorstellungen zu erweitern, da die Bindung an den festgelegten Drittanbieter-Standard bestehen bleibt. Was also für den Endkunden einen echten Vorteil und Nutzen bringt, kann das Stadtwerk letztendlich nicht selbst entscheiden.

Das modulare Homee-Konzept ermöglicht als bisher erstes System die Integration verschiedenster Systeme. Soll zum Beispiel Philips Hue eingebunden werden, erwirbt man einfach zusätzlich einen Homee-Würfel und steckt ihn dazu. Der ›Lora-Würfel‹ öffnet das Tor für die direkte Einbindung von modernen Messeinrichtungen. So kann der Endkunde seinen Stromverbrauch auf dem Smartphone anschauen und analysieren, seine Heizung regulieren und zum Beispiel auch direkt auf einen erhöhten Stromverbrauch reagieren und Geräte abschalten.

Fakt

Präsentation auf der E-World

Laut Meterpan existiert der Würfel bereits als funktionsfähiger Prototyp. Im Rahmen des vom Bund geförderten Projektes New 4.0 arbeiten die beiden Partner Meterpan und Codeatelier seit Längerem intensiv zusammen.

Im Februar zeigen die Unternehmen den Würfel auf der E-World in Essen (Halle 5, Stand 412). Lieferbar wird der ›Lora-Würfel‹ ab Juli/August sein, heißt es.

Der Kunde hat die Wahl

Der große Vorteil für ein Stadtwerk besteht darin, dass es seinen Bestandskunden ein attraktives ganzheitliches System anbieten kann. Der Endkunde muss sich dabei nicht auf eine Insellösung einlassen, sondern bleibt völlig frei bei der Ausgestaltung seines Smart Home. Das Stadtwerk kann die Lösung seinerseits komplett in seine Prozesse integrieren und behält dabei die volle Hoheit und den Zugang zum Kunden in dem künftig zunehmend umkämpften Bereich Smart Home.

Der Lora-Würfel sowie die dahinter laufenden Dienstleistungen können als Paket erworben werden. Kunden, die den Messstellenbetrieb oder andere Leistungen von Meterpan beziehen, können sämtliche Leistungen über die gesamte Kette der Prozesse aus einer Hand erhalten.

Georg Baumgardt, Meterpan

Erschienen in Ausgabe: 01/2019