Zukunft voller Energie

Markt

Strategie - Eaton Corporation hat den Fokus auf den Bereich Energiemanagement gelegt und setzt seine Expansion in Europa fort.

18. Mai 2009

»Wir haben uns in den letzten Jahren von einem reinen Komponentenlieferanten zu einem Energiemanagement-Unternehmen entwickelt«, erklärt Alexander M. Cutler, Chairman und CEO von Eaton. Der amerikanische Multi-Industriekonzern mit Hauptsitz in Cleveland/Ohio erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz von 15,4 Mrd. US-Dollar, dabei entfielen 45% auf den Energiesektor und 55% auf den Sektor Industrie mit den Bereichen Luftfahrt, Hydraulik, Truck und Automotive.

In der Vergangenheit hat das Unternehmen seine Präsenz in Europa durch eine Reihe größerer Übernahmen stetig ausgebaut. Im Frühjahr vergangenen Jahres erwarb man etwa das Bonner Traditionsunternehmen Moeller. Jetzt nach rund einem Jahr wird Moeller schrittweise weiter in den Konzern integriert. Dies betrifft vorerst vorwiegend den Außenauftritt. Inwieweit dies auch die Marken komplett betrifft, soll eine künftig noch durchzuführende Markenstudie klären.

Um das Unternehmen am Markt neu zu positionieren, startete Eaton eine weltweite Markenkampagne. Ausgangspunkt ist eine neue Markensignatur, die das seit 30 Jahren etablierte Eaton-Firmenlogo ergänzt: ›Eaton – Powering Business Worldwide‹ zielt darauf ab, »die Marktpositionierung und Leistungsfähigkeit von Eaton sowohl intern als auch extern hervorzuheben. »Wir sind ein integriert operierendes Unternehmen, ausgelegt auf nachhaltiges Wachstum«, sagt Richard Boulter, seit November 2008 President des Eaton-Geschäftsfelds Moeller.

Aber nicht nur Moeller wird in den Konzern integriert. Im April gingen die in den Jahren 2005 und 2007 erworbenen Power-Quality-Unternehmen Powerware und MGE in die Eatonmarke über.

Der amerikanische Konzern hat das Thema Energieeffizienz als interessanten Zukunftsmarkt ausgemacht: »Viele unserer Produkte und Dienstleistungen können helfen, den Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent zu senken«, betonte das Unternehmen kürzlich auf einer Pressekonferenz. Um mehr Transparenz im elektrischen Energieverbrauch von Gebäuden oder Produktionsanlagen zu erhalten, bietet Eaton-Moeller etwa ein neues Sortiment an Mess- und Kommunikationsmodulen MCx für Kompaktleistungs- und Lasttrennschalter bis 630A an.

Erster Digitaler FI-Schutzschalter

Diese stellen alle relevanten Messdaten zur Berechnung des Energieverbrauchs bereit. Neben der lokalen Messdaten-Anzeige können diese auch über digitale S0-Impulse oder eine Modbus-RTU-Slave-Schnittstelle übertragen werden. Zwecks Verbrauchsoptimierung lässt sich ein digitaler Ausgang nach Erreichen eines definierten Schwellenwerts ansteuern.

Neu ist auch ein neuer FI-Schutzschalter auf digitaler Basis. Dieser löst bereits Alarm aus, bevor ein Fehlerstrom die Anlage lahmlegt. Möglich wird dies dadurch, dass der FI den aktuellen Anlagenstatus permanent im Auge behält. (mn)

Erschienen in Ausgabe: 05/2009