Zur rechten Zeit abschalten

Technik

Windenergie - Der Schwingungssensor SIL2 von TWK ermöglicht den Angaben zufolge die exakte Einstellung, um eine Windkraftanlage im Gefahrenfall herunterzufahren.

02. November 2016

Entscheidend ist, in welcher Phasenlage der Turmschwingung die Anlage gestoppt wird. »Diesen Punkt kann man beim neuen SIL2-Schwingungssensor NVA115 exakt einstellen«, so TWK in einer Produktbeschreibung.

Wenn die Turmschwingungen einen erlaubten Grenzwert überschreiten, öffnen die zwei Sicherheitskontakte, und die Sicherheitskette wird laut TWK phasengenau unterbrochen. 

Der eigens für die Windenergiebranche konzipierte Sensor erfasst den Angaben zufolge Schwingungen von 0,1 bis 60 Hz und schützt die Anlage vor Schäden durch Schwingungen und Vibrationen.

Der Messwert wird über einstellbare Frequenzfilter ausgewertet und dann an drei Schnittstellen weitergegeben.

»Der Messwert der Beschleunigung kann als Momentan- oder Peakwert, als RMS-Mittelwert oder als aufintegrierter Wert ausgegeben und weiterverarbeitet werden«, heißt es in der Produktbeschreibung. »Letztere Funktion ist wichtig, um eine Abschaltung der Anlage erst dann vorzunehmen, wenn ein einstellbarer Beschleunigungsgrenzwert geringfügig, aber für längere Zeit überschritten wird.« Eine Fourier-Frequenz-Analyse, die das Frequenzspektrum ermittelt, rundet die Funktionsvielfalt des NVA115/S3 ab. Bei einer Windkraftanlage, die im Gefahrenfall heruntergefahren werden muss, kann es entscheidend sein, in welcher Phasenlage der Turmschwingung Nulldurchgang oder Maximum die Anlage gestoppt wird.

TWK hat Sensoren zur Erfassung von Winkeln, Wegen, Neigung und Vibration im Portfolio. Einsatzgebiete sind unter anderem Anlagenbau, Hebetechnik und Kranbau, Fahrzeug- und Landmaschinentechnik sowie Medizintechnik, Gerätebau und Prüftechnik.

Erschienen in Ausgabe: 09/2016