Zweiter Platz für Ruß

Emissionen

Schwarzer Kohlenstoff oder auch Ruß beeinflusst den Klimawandel stärker als bislang angenommen.

04. März 2013

Er ist nach CO2 der zweitgrößte Klimakiller, mit dem der Mensch zur globalen Erwärmung beiträgt. Das hat eine internationale Forschergruppe herausgefunden, an der auch das Forschungszentrum Jülich beteiligt ist. »Wir selbst waren von den Ergebnissen beeindruckt: Der Einfluss des schwarzen Kohlenstoffs ist rund doppelt so hoch wie bisher vermutet«, so Dr. Martin Schultz vom Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre, am Forschungszentrum. Ruß entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung von Kohlenwasserstoffen, zum Beispiel von Holz und Kohle in Industrie und Haushalt.

Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass der Klimawandel durch die Reduzierung von Ruß-Emissionen unmittelbar gebremst werden könnte. Bis zu einem halben Grad weniger Erwärmung wäre möglich. Das Problem: Die meisten Emissionen werden in den weniger entwickelten Regionen freigesetzt.

Erschienen in Ausgabe: 02/2013