‚Ökologisch vorbildlich’ stuft das schwedische Umweltministerium das innovative Abwasserverfahren Biomar von Enviro-Chemie ein. Aus diesem Grund förderte es den Bau einer entsprechenden Anlage bei den Norrmejerier Milchwerken im schwedischen Umea. Wie das Unternehmen mitteilt, entlasten sie seit Juni 2005 als erste in Europa die Umwelt mit dem biologischen Energie-Rückgewinnungs-Konzept:
Im Misch- und Ausgleichstank findet zunächst eine Vorbehandlung des Produktionsabwassers statt. Die organischen Inhaltsstoffe aus den Spülresten der Milchverarbeitung und aus Molke und Molkepermeat werden versäuert, hydrolisiert und konditioniert. So werden die optimalen Bedingungen für die anschließende anaerobe Reinigung geschaffen. Sie findet in zwei Methanreaktoren statt. Dabei wird Essigsäure zu Biogas umgesetzt, das in der Molkerei wieder verwendet wird.
Biomar reinigt und entsorgt also Betriebsabwasser, indem es Energie zurückgewinnt. Seitdem die Norrmejerier Werke auch Molkepermeat aus anderen betriebseigenen Werken in Nordschweden einspeisen, produzieren sie jeden Tag 8000 m3 Biogas. Das Gas wird zur Dampferzeugung genutzt und senkt so die Brennstoffkosten in der Molkerei. „Auf diese Weise sparen wir nicht nur Primärenergie, sondern auch noch täglich 2.500 Euro“, betont Unternehmer Olof Wallin.
Der CSB-Wert des Abwassers wird in den Methanreaktoren um 60 – 90 % gesenkt. So kann es problemlos der städtischen Kanalisation zugeführt werden. Klärschlamm, der teuer deponiert werden muss, entsteht fast gar nicht mehr. Bei direkten Einleitern muss das Abwasser sogar noch sauberer sein. Dafür sieht das Abwasserverfahren eine weitere aerobe Reinigung vor.