Saubere Verbrennung in neuen Getreidekesseln |
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| Untersuchung der Emissionen bei der Verbrennung. |
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Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) hat zusammen mit dem Institut für Energetik und Umwelt Leipzig (IE) das Emissionsverhalten neuer Kessel bei der Verbrennung von Getreide und anderen Biobrennstoffen untersucht. Die gewonnenen, vielversprechenden Daten sollen dazu dienen, die Rechtsgrundlagen zum Einsatz der Biobrennstoffe zu verbessern, für die bislang erst in wenigen Bundesländern Regelungen existieren.
Der Grund für die strengere Behandlung von Getreide als Brennstoff im Gegensatz zu Holz, liegt in den Verbrennungseigenschaften von Weizen und Co.: Bei herkömmlicher Anlagentechnik können erhöhte Kohlenmonoxid- und Staubkonzentrationen auftreten, zudem besteht aufgrund des niedrigen Ascherweichungspunktes die Möglichkeit der Verschlackung von Kessel und Wärmetauschern.
Generell nimmt das wirtschaftliche Interesse der Landwirte zu, Getreide energetisch zu nutzen. Doch so lange die emissions- und genehmigungsrechtlichen Hürden existieren und am Markt noch keine ausgereiften technischen Lösungen zur Getreideverbrennung vorhanden sind, steht der Durchbruch für den Biobrennstoff noch aus.
TLL und IE wollten nun mit der Bereitstellung wissenschaftlicher Fakten zur Klärung in diesem Bereich beitragen. Ziel des von 2003 bis 2005 durchgeführten Forschungsprojektes war es, festzustellen, ob vorhandene und neu entwickelte, auf die schwierigen pflanzlichen Brennstoffe optimierte Heizkessel in der Lage sind, geforderte Grenzwerte einzuhalten. Dazu wurden schwerpunktmäßig Kessel mit einer Leistung bis 100 kW Feuerungswärmeleistung mit Weizen-, Roggen-, Gerste-, Hafer-, Triticale- und Rapskörnern befeuert und die dabei entstehenden Emissionen gemessen. Zusätzlich wurden auch Pellets aus Stroh und Ganzpflanzengetreide untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass einige Kessel die Grenzwerte einhalten können und die modernste Anlagentechnik bei Kohlenmonoxid und Staub sogar im Bereich der deutlich strengeren TA-Luft-Grenzwerte liegt.
Das Fazit der Forscher lautete: Zwar sind noch weitergehende Forschungsaktivitäten nötig, doch die Emissionen von Getreide in Kleinfeuerungsanlagen sind aufgrund der bereits vorliegenden Ergebnisse durchaus mit denen von Brennstoffen wie zum Beispiel Holz vergleichbar.
Weitere benötigte Daten können im kommenden Jahr zehn laufende Forschungsprojekte liefern, die im Rahmen des FNR-Förderschwerpunktes ‚Energetische Nutzung fester Energieträger außer Holz’ bewilligt wurden. In den Projekten werden bereits auf dem Markt befindliche kleine und mittlere Anlagen mit einer Leistung von 20 kW bis zu einem MW in Feldtests auf ihr Langzeitverhalten und ihre Emissionen hin untersucht. Entwickelt und erprobt werden zudem neuartige Verbrennungstechniken und Sekundärmaßnahmen wie zum Beispiel Filter, um die Emissionen weiter zu senken. |
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