Ernstzunehmendes finanzielles Problem |
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| Über 1 Mio. Mahnbescheide kommen bei den Schuldnern nicht an |
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Schätzungsweise 15 Mio. Mahnungen verschicken Energieversorger jährlich an Privatkunden. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Hanseatischen Inkasso-Treuhand GmbH (HIT) und der Unternehmensberatung Nordsan hervor. "Doch mindestens sieben Prozent davon erreichen nach unserer Erfahrung den Empfänger erst gar nicht, da er untergetaucht ist ", sagt Michael Basler, Geschäftsführer der Supercheck GmbH (www.supercheck.de), einem der führenden Dienstleister für die Suche nach unbekannt verzogenen Kunden und Schuldnern und für 100 Energieversorger tätig. "Fast immer haben die Zahlungsunwilligen mehr als einen Gläubiger und versuchen durch Umzug, ihren Zahlungsverpflichtungen zu entgehen."
Mit nicht zustellbaren Mahnungen haben Versorger ein ernstzunehmendes finanzielles Problem. Erreicht ein Brief den Schuldner nicht droht die Ausbuchung des offenen Betrags, denn ohne richtige Adresse kann die Forderung nicht eingetrieben werden oder Maßnahmen wie individuelle Absprachen oder eine vorübergehende Sperrung greifen nicht. Also beginnt für den Versorger eine zeit- und kostenintensive Schuldnersuche. Sie fängt meist mit einem Blick ins Telefonbuch an und endet mit einer Anfrage beim Einwohnermeldeamt. Da sich viele Schuldner aber nicht ordnungsgemäß an-, ab- oder ummelden, führen Amtsanfragen nicht unbedingt zur neuen Adresse. "Und in bis zu 20 % sind die neu gemeldeten Anschriften wieder nicht zustellbar", so Basler. "Der Schuldner ist zwar gemeldet, aber nicht wohnhaft, erneute Postrückläufer sind vorprogrammiert."
Eine Lösung des Problems bieten professionelle Adressermittler, die den Versorgern den aufwendigen Prozess der Anschriftensuche abnehmen. Supercheck beispielsweise recherchiert als geprüfte Auskunftei in eigenen Datenbanken mit rund 7 Mio. Adressen und hat Zugriff auf externe Datenbestände von angebundenen Wirtschaftsunternehmen aus verschiedenen Branchen. "Durch unsere Datenbankrecherchen ermitteln wir 25 bis 45 % der Personen und finden gerade die, die den Gang zum Einwohnermeldeamt vermieden haben", sagt Basler.
Supercheck führt als letzte Möglichkeit auch Einwohnermeldeamtsanfragen durch. Dadurch steigt die Erfolgsquote auf insgesamt 65 bis 90 %. Die Kosten liegen zwischen 4,70 € und 9,30 € für eine Amtsanfrage, inklusive Amtsgebühren und Zustellbarkeitsprüfung.
Solange ein Endverbraucher seine Stromrechnung bezahlt, kümmern sich die meisten Energieversorger nicht um die korrekte Adresse. Doch wenn eine Rechnung mit dem Vermerk "unbekannt verzogen" zurückkommt, ist es oft zu spät, denn die Leistung wurde längst in Anspruch genommen. Daher sollten Versorger nicht warten, bis der Fall im Mahnwesen aufschlägt, denn dann haben sich die Kosten bereits unnötig vermehrt. Ein professionelles Adressmanagement verhindert teure Folgekosten. Adressdaten der Bestandskunden sollten regelmäßig überprüft werden, etwa durch den Versand von Kundenzeitschriften. Kommt die Post zurück, sollten Versorger die neue Adresse sofort ermitteln lassen.
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