Nachführplattform in Leichtbauweise |
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| Mehr Ertrag aus Photovoltaik-Kraftwerken |
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Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat eine Fotovoltaik-Nachführplattform in extremer Leichtbauweise entwickelt. Die Anlage führt marktübliche Fotovoltaik-Module einachsig der Sonne nach und ermöglicht so einen höheren Stromertrag. Die Neuentwicklung kommt mit geringem Materialeinsatz aus. Das hält die Kosten der Nachführung niedrig und verbessert so die Rendite.
„In den letzten Jahren werden ‚Solar-Tracker’ besonders bei Freiflächenanlagen immer beliebter, da sie eine größere Sonnenernte einfahren”, sagt ZSW-Projektleiter Fritz Klotz. „Typisch bei einachsigen Anlagen sind rund 25 %. Doch dieser Mehrertrag wird oft von den hohen Nachführkosten aufgefressen. Anders bei unserer Technik, die mit minimaler Struktur auskommt.”
Die Solarforscher haben das Tragwerk als Dreieck ausgebildet. Gegenüber der gängigen Rechteckform reduziert das bereits geometrisch den Materialeinsatz erheblich. Die Plattform ist selbsttragend und aus Aluminium. Das flächenspezifische Gewicht ohne Module beträgt rund 10 kg/m². Vergleichbare konventionelle Anlagen wiegen bis zu 30 kg. Die Konstruktion hält Windgeschwindigkeiten bis zu 150 km/h stand. Das geringe Gewicht senkt nicht nur die Kosten, sondern auch Transport- und Montageaufwand.
Ziel ist es, Hersteller, Anlagenbauer und Systemhäuser für die Industrieproduktion zu gewinnen.
Die Nachführplattform wird vom ZSW auch für schwache Konzentratoren entwickelt. Hier beträgt das Gewicht nur 5 kg/m², da das Reflektortragprofil die Funktion des Unterbaus übernimmt. Die nächsten Schritte der ZSW-Forscher werden ein Leichtbau-Nachführsystem für Konzentratormodule mit bis zu 20-facher Konzentration sein.
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