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Windenergie überflügelt 2020 die Kernkraft

2050 weltweit ein Drittel Windstrom

Die Windenergie kann 2050 mehr als 34 % des weltweiten Strombedarfs decken. Aufgrund des starken Wachstums der vergangenen Jahre und der sehr guten Marktaussichten geht die Windkraft-Industrie von einem weitaus höheren Anteil der Öko-Energien bei der künftigen Energieversorgung aus als die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem aktuellen World Energy Outlook, teilt der Bundesverband WindEnergie e. V. mit. Wenn sich das Wachstum der Windkraft-Kapazitäten auch in den nächsten Jahren steigert, Maßnahmen zur Energie-Einsparung greifen und die Kosten für fossile Energieträger weiter anziehen, rechne der Weltverband der Windkraftindustrie, Global Wind Energy Council (GWEC), im Jahr 2050 mit einer installierten Windenergie-Leistung von über 3.000 GW, die über 7.900 Mrd. kWh Strom produzieren. Selbst bei steigendem Energieverbrauch könne die Windenergie 2050 so noch 21 % des Elektrizitätsbedarfs bereitstellen.
Peter Ahmels, Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE): „Herkömmliche Energie wird knapper und teurer, gleichzeitig steigt wegen des Wirtschaftswachstums der Schwellenländer der Energiebedarf. Da Windenergie immer günstiger wird und die Strompreise im Großhandel senkt, ist bereits heute die Nachfrage nach Windkraftanlagen rapide gestiegen.“ Wurden noch 2004 weltweit Windkraftanlagen mit 8,2 GW neu installiert, waren es 2005 bereits 11,8 GW. Zuletzt verdoppelte sich die Gesamtkapazität alle drei Jahre. Nach der Prognose von GWEC werden es 2050 rund 156 GW neue Windenergie-Leistung pro Jahr sein. 2005 waren die USA Spitzenreiter im Neubau von Windkraftanlagen (2,4 GW), gefolgt von Deutschland (1,8 GW), Spanien (1,8 GW) und Indien (1,4 GW). Der europäische Windenergieverband, European Wind Energy Association (EWEA), hatte bereits vor zwei Jahren in einer Studie für das Jahr 2020 mit fast 3.100 Mrd. kWh Windstrom weltweit gerechnet. Damit hätte die Windenergie mit der Atomkraft gleichgezogen. Die internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) rechnet bei einem moderaten Ausbau der Atomkraft bis 2020 mit der gleichen Menge Atomstrom. BWE-Präsident Ahmels: „Die Wachstumsraten der Windenergie übertreffen die der Atomkraft bei weitem. Eine nachhaltige, umwelt- und preisbewusste Energieversorgung ohne Restrisiko und Endlager können nur erneuerbare Energien wie die Windkraft auf Dauer gewährleisten.“

Datum:
08.01.2007
Unternehmen:
Bundesverband WindEnergie e.V.
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