Datenbasis für Klimaschutz |
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| Gutachten zu C02-Mengen in NRW |
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Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW will die Folgen unterschiedlicher Klimaschutzziele für europäische Industriestandorte am Beispiel Nordrhein-Westfalens detailliert untersuchen lassen. Dazu wurde jetzt die Energy Environment Forecast Analysis GmbH (EEFA) aus Münster mit einer wissenschaftlichen Studie für den Zeitraum von 2012 bis 2020 (Post-Kyoto-Phase) beauftragt. Das Gutachten soll neben einem übergreifenden C02-Mengengerüst für NRW branchenscharfe Informationen über Preisentwicklung und Beschäftigungseffekte liefern. Wie wichtig eine Fundierte Datenbasis für das weitere Vorgehen ist, zeigt auch die aktuelle Diskussion um den deutschen Nationalen Allokationsplan (NAPII), der am 29. November 2006 durch die Vorgaben der EU-Kommission noch wesentlich verschärft wurde, was wiederum NRW stark berührt. Der NAP II setzt die Gesamtmenge an Treibhausgasen fest, die jeder europäische Staat bis 2012 ausstoßen darf. NRW ist besonders stark vom Emissionshandel für Treibhausgase betroffen. Im europäischen Vergleich der zugeteilten Emissionsmengen nähme NRW Platz fünf ein noch vor Spanien und Frankreich. Das zuständige Wirtschaftsministerium hat deshalb gemeinsam mit der Energieagentur NRW ein Beratungsangebot für betroffene Unternehmen erstellt, das die Schwierigkeiten gerade kleinerer und mittlerer Unternehmen beim Emissionshandel berücksichtigen soll (www.ea-nrw.de/unternehmen). Die Studie soll im Juni 2007 vorliegen. Sie soll dann rechtzeitig auf die nationalen und internationalen Verhandlungen um die Klimaschutzziele für die Post-Kyoto-Phase einwirken.
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