Das Bundesforschungsministerium fördert den Angaben zufolge das Projekt mit fast 600.000 €. Rund 2,4 ha umfasst die Versuchsfläche.

»Wir prüfen, wie sich die verschiedenen Kulturen unter den Panelen entwickeln und vergleichen sie bezüglich ihrer Eignung«, so Petra Högy von der Universität Hohenheim. Außerdem im Fokus: die Auswirkungen auf Umwelt und Biodiversität. 

Spezielle PV-Technik

Die neuartige APV-Systemtechnologie ermöglicht den Anbau schattentoleranter Gewächse unter einer speziell zu diesem Zweck entwickelten und auf einer etwa sechs Meter hohen Unterkonstruktion platzierten Photovoltaik-Anlage.

Als Industriepartner unterstützte die Baywa re das Projekt, Installiert wurden PV-Module mit Bifacial-Technologie; sie sind durch die beidseitige Erzeugung von Strom besonders für den Einsatz in der etwa 3.000 Quadratmeter großen Forschungsanlage in Heggelbach geeignet.

„Was die Einsparung von Ressourcen angeht, ist die doppelte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in Industriestaaten und Entwicklungsländern gleichermaßen ein sinnvolles Vorgehen“, sagt Christof Thannbichler von Baywa re.

„Das macht die Agrophotovoltaik-Technologie auch für uns zu einem interessanten Geschäftsfeld, das wir ab 2017 im Rahmen internationaler Projekte ausbauen werden“, so Thannbichler.

Team aus Wissenschaft und Praxis

APV-Resola ist laut Universität Hohenheim eine von insgesamt neun Innovationsgruppen in Deutschland.

Bei diesem neuen Ansatz in der Forschungsförderung bilden sich Wissenschafts-Praxis-Teams, um Innovationen im Bereich der Nachhaltigkeit den Weg in die fachliche Praxis zu ebnen.