Die Einigung sei eine gute Nachricht für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. »Es ist sehr wichtig, das Ausbauziel zeitnah anzuheben, da die Planungen der erforderlichen Netzanschlüsse jetzt beginnen«, sagt Kerstin Andreae vom BDEW. Die rechtzeitige Netzanbindung ist nach ihren Worten mitentscheidend dafür, ob die Ausbauziele erreicht werden können oder nicht.

Positiv sei, dass künftig das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie direkt zuständig sein soll für die Prüfung und Genehmigung von Flächen für den Bau von Windparks auf See. Diese Kompetenz lag bislang bei der Bundesnetzagentur. Mit der Neuregelung kann das Verfahren zur Feststellung der Eignung von Offshore-Windpark-Flächen beschleunigt werden.

Förderrahmen weiterentwickeln

Erforderlich sei laut Andreae allerdings eine Weiterentwicklung des Förderrahmens für Windenergie auf See, um die Realisierungswahrscheinlichkeit signifikant zu erhöhen und das erhöhte Ausbauziel zu erreichen. Ansonsten müsse der Höchstgebotspreis in der nächsten Ausschreibung auf Null Cent pro kWh festgesetzt werden. »Der BDEW bietet mit seinem Modell der symmetrischen Marktprämie ein volkswirtschaftlich sehr kosteneffizientes Instrument zur Unterscheidbarkeit von Geboten, ohne dabei einen ruinösen Unter bietungswettbewerb anzureizen.«

Laut Bundeswirtschaftsministerium verpflichten sich mit der Vereinbarung alle Beteiligten zu einer engen Zusammenarbeit, um den Windenergieausbau in der Nord- und Ostsee mit einer Kapazität von 20 GW bis 2030 zu realisieren. »Mit dieser Offshore-Vereinbarung wird die Basis für die Anhebung des Offshore-Ziels von 15 GW auf 20 GW bis 2030 gelegt«, so das Ministerium.

hd