150 MW im virtuellen Kraftwerk gebündelt

Das virtuelle Kraftwerk des Energieversorgers RWE trifft auf Interesse bei Betreibern von kleineren, dezentralen Anlagen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren wie etwa Wind. Für das Gemeinschaftsprojekt von RWE Deutschland, RWE Vertrieb und der RWE Rhein-Ruhr Netzservice konnten innerhalb von 3 Monaten Verträge über eine Leistung von 150MW abgeschlossen werden, die an der Strombörse vermarktet werden. Das entspreche einem Zehntel der installierten Kapazität eines Großkraftwerks, so das Unternehmen.

06. Juni 2012

Bislang sind es hauptsächlich Windkraftanlagen, die das Angebot wahrnehmen; hinzu kommen Biomasse- sowie Photovoltaikanlagen. Von den dezentralen Einspeisern werden jährlich rund 370 Mio.kWh Strom erzeugt, so das EVU.

Der Netzservice von RWE schließt die in das virtuelle Kraftwerk einspeisenden Anlagen an das Verteilnetz an. Dieser betreibt auch die technische Infrastruktur für das Steuern des Anlagenverbunds und den Datenaustausch für die Vermarktung und Abrechnung. RWE Vertrieb vermarktet den Strom an der Leipziger Energiebörse EEX.

Auf Basis bestehender technischer Lösungen plant der Energieversorger eigenen Angaben zufolge weitere Anwendungen für virtuelle Kraftwerke. So werde zukünftig ein Pool aus EEG-Anlagen Regelleistung als Systemdienstleistung für die Übertragungsnetzbetreiber bereitstellen. Außerdem werde daran gearbeitet,immer kleinere Anlagen in virtuelle Kraftwerke einzubinden.