Bayerngas legt Geschäftsbericht 2016 vor

Die Bayerngas-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 im Energie- und Dienstleistungsgeschäft zugelegt. Das Konzernergebnis ist trotzdem negativ. In Zukunft soll das Geschäft der Bayerngas Norge durch eine strategische Partnerschaft mit einem britischen Energieversorgungsunternehmen weiterentwickelt werden.

19. Juli 2017

Die Zahlen belegen, dass der Gasabsatz des Bayerngas-Konzerns von 93,5 Terawattstunden (TWh) im Vorjahr auf 122,2 TWh in 2016 gestiegen ist. Das Mengenwachstum resultiert aus dem klassischen Vertriebsgeschäft von Bayerngas Energy, speziell auch in Österreich, so das Unternehmen.

Das Geschäft mit energiewirtschaftlichen Dienstleistungen lag um 6,5 Prozent über Plan.

Die Umsatzerlöse des Konzernes stiegen laut Mitteilung leicht von 2,14 Milliarden in 2015 auf 2,20 Milliarden Euro in 2016. Die Umsätze von Bayerngas Energy stiegen von 2,06 auf 2,13 Milliarden Euro. Eine positive Gewinnabführung über 21,9 Millionen Euro erfolgte von der Netzgesellschaft Bayernets, deren Mehrheitsgesellschafter die Bayerngas GmbH ist.

Das Ergebnis von Bayerngas Energy vor Gewinnabführung an die Bayerngas GmbH beträgt + 8,3 Millionen Euro (Vorjahr: -10,7 Millionen).

Negatives Konzernergebnis

Das Ergebnis des Bayerngas-Konzerns beläuft sich trotz des erfolgreichen Kerngeschäfts auf -119,6 Millionen Euro (Vorjahr: + 21 Millionen).

Die Verlustübernahme aus dem Speichergeschäft der Bayernugs durch die Bayerngas GmbH haben nach Auskunft des Unternehmens ebenso dazu beigetragen wie die getätigten bilanziellen Wertberichtigungen auf das Explorations- und Produktionsgeschäft (E&P-Geschäft), die aufgrund niedrigerer Preiserwartungen für Öl und Gas erforderlich waren.

Kooperation mit Centrica

Die Bayerngas GmbH hält eine 19,9-Prozent-Beteiligung an der norwegischen E&P-Gesellschaft Bayerngas Norge. Um dieses Geschäft weiterzuentwickeln, wollen die Anteilseigner der Bayerngas Norge künftig mit dem, seit Jahrzehnten in der Gasbranche etablierten, britischen Energieversorgungsunternehmen Centrica in einer strategischen Partnerschaft zusammenarbeiten.

Dabei soll Bayerngas Norge mit dem europäischen Gas- und Öl-Upstream Geschäft von Centrica zusammengeführt werden. Die endgültige Entscheidung über die Kooperation steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Gremien und Behörden.

Die Prognose des Unternehmens für 2017 sieht positiv aus: Für das laufende Geschäftsjahr erwarte man sowohl im Vertrieb und Netz als auch im Konzern positive Jahresergebnisse.

Energiespektrum sprach in der Ausgabe 4/2017 mit Geschäftsführer Günter Bauer unter anderem über Strategiewechsel und den Markt.