BDEW Kongress diskutiert über Energiemix der Zukunft

Diese Woche traf sich die Energiebranche wieder auf dem BDEW Kongress in Berlin. Das diesjährige Motto lautete ›Märkte von morgen - zwischen Wettbewerb und Regulierung‹.

27. Juni 2012

»Damit sind ganz grundsätzliche Fragen der Energiewirtschaft verbunden. Die erste Frage ist: ob und wie müssen in Zukunft Anreize gesetzt werden, damit konventionelle Kraftwerke weiterhin betrieben und neue Kraftwerke gebaut werden können? Aufgrund des stetigen Ausbaus der erneuerbaren Energien und der damit einhergehenden dämpfenden Wirkung auf die Börsenpreise gibt es aktuell nicht genügend Preissignale, um Milliarden-Investitionen in neue Kraftwerke auszulösen«, erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Dies führe dazu, dass das jetzige Energy-only-Marktmodell künftig alleine voraussichtlich nicht mehr ausreichen werde. »Vielmehr müssen wir künftig wahrscheinlich eher zu einem Modell kommen, bei dem auch Leistung bezahlt werden kann«, so Müller. Wie die Erzeugung beziehungsweise Leistungsbereitstellung dann vermarktet werden könne, beispielsweise über Ausschreibungs- oder Börsenmodelle, müsse noch ausführlich diskutiert werden.

Eines der drängendsten Probleme sei aktuell die Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). »Das Modell eines zukünftigen Strommarktes muss ein weiterhin stark quantitatives Wachstum Erneuerbarer Energien möglich machen. Denn nur so können wir die klimapolitischen Ziele erreichen«, so Müller weiter.