BNetzA fordert Netzausbau

Politische Ziele damit realisierbar

22. Juli 2010

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) plädiert für einen Ausbau der Stromübertragungsnetze. Dies ergab der Workshop mit dem Titel ›Technologieoptionen zur Deckung des Kapazitätsbedarfs in den Übertragungsnetzen‹, an welchem rund 90 Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, Netzbetrieb, Behörden und Bürgerinitiativen teilgenommen haben.

Um den Transport großer Mengen Strom aus erneuerbaren Energien von Norden nach Süden langfristig zu gewährleisten, seien Fortschritte beim Netzausbau notwendig. Neue Übertragungstechnologien können den Netzausbau zwar ergänzen, aber nicht ersetzen, so Matthias Kurth, Präsident der BNetzA. »Das politische Ziel der Entwicklung einer CO2-armen bzw. -freien Stromerzeugung nach 2015 erfordert einen bedarfsgerechten Netzum- bzw. ausbau. Darüber hinaus ist die Herausforderung, ab 2020 weitere circa 12 GW Strom aus erneuerbaren Energien von Nord- nach Süddeutschland transportieren zu müssen, nach Ansicht der Experten mit keiner der heute eingesetzten Technologien allein zu meistern«, so Kurt.