Damit die Energiewende gelingt

Der Ausbau des Stromnetzes ist eigentlich nur ein Nebenschauplatz der Energiewende. Aber ohne die neuen Leitungen geht es nicht, sagen Experten. Deutschlandweit sind Bauarbeiten geplant oder schon im Gang. Jetzt erfolgte der Startschuss für ein zentrales Ausbauprojekt.

04. April 2018

Die Bundesnetzagentur hat nach eigenen Angaben den Antrag auf Genehmigung eines Korridors für eine Stromleitung von Emden in den Raum Osterath bei Düsseldorf erhalten.

 

Der Verlauf der als Erdkabel vorgesehenen Leitung A-Nord wird in einem mehrstufigen Verfahren geprüft.

 

„Der Antragseingang ist der Startschuss für ein zentrales Projekt der Energiewende. A-Nord gehört zu den Projekten mit Erdkabelvorrang“, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Wir werden den Vorschlag von Amprion sowie in Frage kommende Alternativen für einen Trassenkorridor sorgfältig prüfen. Mensch und Umwelt sollen so wenig wie möglich belastet werden.“

 

Leitung bringt Windstrom in den Süden

 

Das Vorhaben A-Nord bildet die nördliche Verlängerung der Stromleitung vom Raum Osterath nach Philippsburg (Ultranet) im Westen Deutschlands.

 

Diese Leitung ist eine der neuen Nord-Süd-Verbindungen, die Strom in Gleichstromtechnik möglichst verlustfrei über lange Strecken transportieren sollen. A-Nord soll vorrangig als Erdkabel verlegt werden.

 

Kapazität 2 GW

 

Die Übertragungskapazität der rund 300 Kilometer langen Stromleitung von Niedersachsen nach Nordrhein-Westfalen beträgt zwei Gigawatt, so die BNetzA.

 

Die Leitung ist notwendig, um die steigenden Strommengen aus erneuerbaren Energien im Norden aus den Windenergieanlagen auf See sowie auf dem Festland in den verbrauchsstarken Süden zu transportieren.

 

Die Übertragungsnetzbetreiberin Amprion beantragt das Projekt in vier Abschnitten.

 

Antragskonferenzen

 

Im Anschluss lädt die Behörde zu Antragskonferenzen entlang der vorgeschlagenen Trassenkorridorverläufe ein.

 

Am Ende der Bundesfachplanung wird die Bundesnetzagentur einen 500 bis 1000 Meter breiten Korridor festlegen.

 

Informationen zur Bundesfachplanung und später die Bekanntmachung der Antragskonferenzen sind zu finden unter: www.netzausbau.de/vorhaben1.

 

Bundesweit Projekte geplant

 

Übertragungs- und Verteilnetz müssen fit gemacht werden für die Energiewende, sagen Experten seit Jahren. Aber die Vorhaben gehen teils nur sehr schleppend voran.

 

Energiespektrum berichtete über das Thema Netzausbau ausführlich in Heft 2/17.

 

Hier der Beitrag ‚Frühestens 2025‘ zum Nachlesen