E.on baut Marktposition in der Türkei auf

Die E.on SE und die österreichische Verbund AG haben Verträge über einen Tausch von Beteiligungen unterzeichnet. E.on erhält demnach 50 % Anteil von Verbund am türkischen Joint Venture EnerjiSA.

04. Dezember 2012

Die anderen 50 % werden von der Sabanci Holding gehalten. Im Gegenzug wird Verbund alleiniger Eigentümer von bayerischen Wasserkraftkapazitäten hauptsächlich am Inn, an denen das Unternehmen überwiegend bereits zur Hälfte beteiligt ist.

Das derzeitige Erzeugungsportfolio von EnerjiSA umfasst rund 1.700 MW an installierter Leistung in Gas-, Wasser- und Windkraftwerken. 2.000 MW Kraftwerkskapazität sind derzeit im Bau, weitere 1.500 MW in der Entwicklungsphase. Darüber hinaus verfügt EnerjiSA über ein Stromverteilgeschäft in der Region Baskent mit rund 3,5 Mio Kunden. Gemeinsam mit Sabanci will E.on bis 2020 eine Erzeugungskapazität von insgesamt bis zu 8.000 MW und damit einen Anteil von mindestens 10 % am türkischen Erzeugungsmarkt erreichen. Verbund übernimmt im Wesentlichen die E.on-Anteile an Österreichisch-Bayerische Wasserkraft AG (ÖBK), Donaukraftwerk Jochenstein AG (DKJ), Grenzkraftwerke GmbH sowie die Laufwasserkraftwerke Nussdorf, Ering-Frauenstein und Egglfing-Obernberg am Inn sowie Bezugsrechte an der Wasserkraftwerksgruppe Zemm-Ziller. Die den jeweiligen Beteiligungen und Kraftwerken zuzurechnende Erzeugungsleistung beträgt 351 MW.

E.on bleibt mit einer installierten Erzeugungskapazität von 2.300 MW auch nach der vorgesehenen Abgabe der bisher gemeinsam mit Verbund gehaltenen Beteiligungen ein führender Betreiber von Wasserkraftwerken in Deutschland. Insgesamt wird das Unternehmen nach dem Vollzug des Anteilstauschs über rund 6.000 Megawatt Wasserkraftkapazität verfügen.