EEG-Umlage 2014 bei 6,240 Cent

Die Ökostrom-Umlage beträgt nächstes Jahr 6,240 ct/kWh zuzüglich Mehrwertsteuer. Das haben die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber am 15. Oktober bekannt gegeben.

15. Oktober 2013

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben zum letztmöglichen Termin auf ihrem EEG-Portal www.eeg-kwk.net die Höhe der EEG-Umlage 2014 mit 6,240 ct/kWh netto bekanntgegeben. Inklusive Mehrwertsteuer beträgt sie also gerundet 7,43 ct/kWh. Damit liegt die EEG-Umlage im Jahr 2014 knapp 20 % über dem Vorjahresniveau von netto 5,277 ct/kWh. Stromvertriebe müssen die EEG-Umlage auf ihren Rechnungen gegenüber nicht stromintensiven Endverbrauchern ausweisen. Für die Inanspruchnahme des EEG-Grünstromprivilegs gilt ein verminderter Satz.

Laut Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), zeige die weitere Steigerung der Umlage den großen und umfassenden Reformdruck beim EEG auf. Das EEG führe in seiner jetzigen Form nicht nur zwangsläufig zu dynamisch steigenden Stromkosten für die Kunden, sondern habe auch gravierende negative Konsequenzen für den Energiemarkt. Diese sind neben anderen Faktoren auch ein Grund für die zunehmenden Stilllegungspläne der deutschen Kraftwerksbetreiber, so Müller.

Der Ausbau hat nur einen Anteil von 15 % oder 0,15 ct/kWh an dem Anstieg der EEG-Umlage von insgesamt knapp 1 ct/kWh, so Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Die reinen Finanzierungskosten für EE-Anlagen machen laut Falk auch an der gestiegenen EEG-Umlage 2014 nur 2,54 ct/kWh von 6,24 ct/kWh aus. Daher sei die EEG-Umlage schon lange kein Preisschild mehr für den Ausbau der erneuerbaren Energien.