EEX als Versteigerungsplattform für Emissionsrechtebestätigt

In den nächsten drei Jahren soll die European Energy Exchange (EEX) die Versteigerung von Emissionsberechtigungen für Deutschland vornehmen.

25. Juni 2013

Die EU-Mitgliedstaaten haben die European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig als dauerhafte deutsche Versteigerungsplattform für Emissionsrechte bestätigt. Dazu musste die EEX zunächst ein Prüfverfahren der Europäischen Kommission durchlaufen. Das Climate Change Committee der EU-Mitgliedstaaten hat am Dienstag (18. Juni) seine Zustimmung erteilt. Nach Ablauf einer dreimonatigen Frist, in der Rat und Europäisches Parlament Einspruch erheben könnten, wird die EEX in den Anhang der EU-Auktionsverordnung aufgenommen. Voraussichtlich ab Oktober 2013 wird die EEX dann dauerhafte deutsche Auktionsplattform sein. In dieser Funktion führt sie die Versteigerungen in den kommenden drei Jahren, mit der Möglichkeit um Verlängerung um weitere zwei Jahre, durch.

Bereits Anfang 2012 hatte die EEX den Zuschlag für die deutsche Übergangsplattform erhalten. Nach vorläufigen Berechnungen der Europäischen Kommission wird 2013 für Deutschland eine Menge von rund 724 Mio. EU-Emissionsberechtigungen (EUA) über den Spotmarkt der Börse versteigert. Damit fänden mehr als 85 % der Primärmarktauktionen von Emissionsberechtigungen in Europa über die EEX statt.