12 % der Deutschen halten Gas- und Kohlekraftwerke für wichtig

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) warnt davor, die Bedeutung der Versorgungssicherheit in der Energiewende zu unterschätzen. Einer Umfrage zufolge halten nur 12 % der Deutschen den Bau von Gas- und Kohlekraftwerken für wichtig.

21. November 2013

Lediglich 4 % sehen in dieser Aufgabe den größten Handlungsbedarf. Die Dena hat die Online-Umfrage bei Yougov Deutschland in Auftrag gegeben. Die Studie fand im November 2013 unter Teilnahme von 1.620 Personen statt.

»Die bisherigen Pläne der Koalitionsparteien, die Einführung eines Marktes für gesicherte Kraftwerksleistung lediglich überprüfen zu lassen, greifen zu kurz«. Stattdessen fordert Kohler eine verbindliche Einführung von Kapazitätsmärkten. Unter den aktuellen Marktbedingungen werde zumindest nicht genügend in fossile Kraftwerke zur Bereitstellung gesicherter Leistung investiert. Und Strom aus Wind- und Sonnenkraft ist nicht jederzeit verfügbar. Deshalb werde man auf absehbare Zeit auch bei einem hohen Anteil an regenerativen Energien auf eine beträchtliche Leistung auf fossiler Basis als Ausgleich angewiesen sein. »Im Moment machen alle Kraftwerksbetreiber Verluste, vom großen Energieversorger bis zum kommunalen Stadtwerk. Denn bezahlt wird nur der gelieferte Strom, nicht die zur Verfügung gestellte Leistung. So kann es nicht weitergehen«, so Kohler weiter.

Die dena plädiert indessen für einen Kapazitätsmarkt, der über europaweite Ausschreibungen die kostengünstigste Leistung ermittelt, die zur Wahrung der Versorgungssicherheit notwendig ist. Die Ausschreibung sollte technologieoffen sein, aber Obergrenzen für die CO2-Emissionen von Kraftwerken festlegen. Neben Kraftwerken berücksichtigt das von der dena vorgeschlagene Marktmodell auch Speichertechnologien und Industriebetriebe, die zu bestimmten Zeiten ihren Stromverbrauch gezielt herunterfahren können. Denn auch das diene der Stabilisierung des Stromsystems.

Mehr zu den Umfrageergebnissen unter www.dena.de/presse.