Auf in die Fläche

Nach Bayern und Baden-Württemberg will auch Hessen künftig Standorte auf sogenannten benachteiligten Flächen für Solarparks öffnen, wie der Bundesverband Solarwirtschaft mitteilt. Dabei handelt es sich um ertragsschwache landwirtschaftliche Flächen. Der Verband erwartet, dass weitere Bundesländer in den nächsten Monaten folgen werden.

11. Juli 2018

Neu errichtete Solarparks können Solarstrom inzwischen bereits für rund 5 Cent je Kilowattstunde erzeugen, so der BSW.

Um in den nächsten 20 bis 30 Jahren die Vollversorgung aus erneuerbaren Energien zu erreichen, werde sich der Solarstrombedarf in Deutschland in den nächsten Jahren vervielfachen. Neben Dach- und Fassadenflächen müssten verstärkt auch Freiflächen für eine gute Sonnenernte erschlossen werden, so BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

Strukturwandel als Chance

„Sie treffen in der Bevölkerung auf höchste Akzeptanzwerte, da sie kaum Eingriffe in Natur und Landschaft darstellen. Wir rechnen deshalb mit einem verstärkten Solarengagement der Bundesländer und empfehlen diesen, bereits zeitnah vergleichbare Verordnungen wie in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg zu verabschieden.“

Nach Erwartung des Verbands dürfte die Errichtung von Solarparks künftig auf besonderes Interesse auch in den Bundesländern stoßen, die von dem geplanten Ausstieg aus dem Kohlebergbau betroffen sind.

Von der Bundesregierung erwartet sich der BSW unter anderem eine Umsetzung der im Koalitionsvertrag für die Jahre 2019 und 2020 angekündigten Sonderausschreibungen und eine weitere Lockerung von Standortrestriktionen insbesondere in den vom Strukturwandel betroffenen Regionen.

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