Ausbau der Biogas-Branche

Fachverband: Verlässliche Rahmenbedingungen sind die Basis

23. September 2009

Nach elf Tagen erreichte der Fachverband Biogas e.V. mit seinem Hightech-Fahrrad ‚Velomobil‘ die Bundeshauptstadt Berlin. Rund 40 Stationen wurden während dieser Zeit angefahren und besichtigt, unter anderem die neue Biogas-Wärmeversorgung der Havellandkliniken in Nauen, das Bioenergiedorf Reiffenhausen, die erste Biogastankstelle Deutschlands in Jameln, die Biogas-Einspeiseanlagen in Homberg und Lüchow sowie einige Unternehmen der Branche.

Neben dem ökologischen Nutzen einer CO2-freien Energieerzeugung bietet Biogas vor allem auch ökonomische Vorteile. Wie aus den zahlreichen Gesprächen mit den Betreibern deutlich wurde, bedeutet die Biogasanlage für viele Landwirte gerade in Zeiten ruinöser Milch-, Getreide-und Fleischpreise ein kalkulierbares Standbein und eine Zukunftsperspektive. „Biogas ist eine konkrete Chance für die ländliche Region“, betont auch der Präsident des Fachverbandes Biogas, Josef Pellmeyer. Beim Empfang der Biogas-Tour vor dem Reichstag sicherte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Ursula Heinen-Esser, dem Präsidium des Fachverbandes Biogas stabile Rahmenbedingungen zu. „Die Potenziale des erneuerbaren Energieträgers Biogas müssen noch stärker und effizienter genutzt werden. Hierzu ist ein verlässliches Erneuerbare-Energien-Gesetz erforderlich und eine wegweisende Regelung, um die Biogaseinspeisung aus dezentralen, landwirtschaftlichen Anlagen zu verbessern.“ Staatssekretärin Heinen-Esser trug sich zum Abschluss in das Tourbuch ein, das während der vergangenen elf Tage mit den Wünschen und Vorstellungen von Anlagenbetreibern, Politikern und Unternehmern gefüllt wurde. Nach der Bundestagswahl soll dieses Dokument der neuen Regierung übergeben werden.