BDEW: Gesetze sind wesentliche Bausteine für Energiewende

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat sich positiv zur Anrufung des Vermittlungsausschusses durch die Bundesregierung bezüglich des Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Gebäudesanierungsmaßnahmen und des CCS-Gesetzes geäußert: »Die Energiewende ist nur mit weiteren Investitionsanreizen und innovativen Lösungen zu schaffen. Daher sind diese Gesetze wesentliche Bausteine, um den energiepolitischen Zielen näher zu kommen«, so Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW, nach den Beschlüssen des Kabinetts der Bundesregierung in Berlin.

26. Oktober 2011

Das erhebliche Potenzial zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Wärmemarkt und die Energiesparmöglichkeiten bei Gebäuden seien Schlüsselelemente für einen nachhaltigen Klimaschutz im Gebäudebereich. »Beides darf nicht länger vernachlässigt werden«, so Müller. Dabei stelle eine Modernisierung der Anlagentechnik bereits heute eine schnelle, effiziente und bezahlbare Lösung dar. Es entstehe mit einer steuerlichen Förderung von Gebäudesanierungsmaßnahmen wie sie geplant sei auch keine »Entweder-oder-Situation« zwischen Anlagen- und Gebäudesanierung. Vielmehr würden sich die Modernisierungsmaßnahmen an der Anlagentechnik und der Gebäudehülle gegenseitig ergänzen. Bei der energetischen Modernisierung der Anlagentechnik sollten alle verfügbaren Technologien eingesetzt werden, wie zum Beispiel Erdgas-Brennwerttechnik in Kombination mit Solarthermie oder Bio-Erdgas, Mikro- oder Mini-Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), Wärmepumpen und Wärmerückgewinnungssysteme.

Die Technologie Carbon Capture and Storage (CCS) sei eine wichtige Möglichkeit, die Anforderungen des Klimaschutzes mit der notwendigen Versorgungssicherheit zu vereinbaren. »Ein Land, das wie Deutschland von Innovationen und Fortschritt lebt, muss auch bereit und in der Lage sein, eine neue Technologie, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, zu erproben. Es ist positiv, dass dieser Technologie nun doch noch eine Chance gegeben werden soll«, so Müller weiter.