Die beiden Bauarten für den magnetischen Käfig untersucht das
Institut räumlich getrennt: in Garching läuft der Tokamak ASDEX
Upgrade, in Greifswald wird der Stellarator Wendelstein 7-X
aufgebaut. Noch sind die einfacher konstruierten Tokamaks führend.
Heute traut man nur einem Tokamak, wie dem internationalen
Testreaktor ITER, ein energielieferndes Plasma zu. »Aber«, sagt
Projektleiter Prof. Dr. Thomas Klinger, »das Stellarator-Prinzip
lässt Stärken erwarten, wo der Mitstreiter Schwächen zeigt.« Denn
im Unterschied zu den pulsweise arbeitenden Tokamaks sind
Stellaratoren für Dauerbetrieb geeignet – wegen ihres speziell
aufgebauten Magnetsystems. Um dies zu beweisen, ist Wendelstein 7-X
das Schlüsselexperiment. Prof. Klinger: »Wenn alles gut
funktioniert, können wir in ungefähr einem Jahr das erste Plasma
erzeugen«.