Biomethan aus dem Bördekreis deckt ab 2014 Wärmebedarf von rund 2.400 Haushalten

MVV Energie und RES Projects haben ihre Biomethananlage in Klein-Wanzleben offiziell in Betrieb genommen und zudem in Kroppenstedt den Grundstein für den Bau einer weiteren Anlage gelegt.Beide Anlagen liegen im Bördekreis in der Nähe von Magdeburg.

11. April 2013

»Verglichen mit fossilen Energieträgern vermeiden wir durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe in jeder unserer Biomethan-Anlagen den Ausstoß von 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr«, so Dr. Werner Dub, Mitglied des Vorstands von MVV Energie.

Mit dem eingespeisten Biomethan kann beim Verstromen in dezentralen Blockheizkraftwerken jeweils umweltfreundlich Strom für 6.000 Familien gewonnen werden, zusätzlich können damit je 1.200 Haushalte ihren Wärmebedarf decken.

Dub stellte auch die besondere Bedeutung heraus, die Biomethan im bundesdeutschen Energiemix zukommt: »Neben der volatil einspeisenden Windenergie und Photovoltaik benötigen wir für einen erfolgreichen Umbau der deutschen Energielandschaft auch regelbare erneuerbare Erzeugungstechnologien wie Biomethan, um den Anforderungen an Flexibilität und Regelbarkeit gerecht werden zu können. Es kann in der dezentralen Strom- wie auch Wärmeerzeugung fossile Energieträger sinnvoll und wirtschaftlich ergänzen.«

Seit Herbst 2012 speist die Biomethan-Anlage Klein Wanzleben nachhaltig erzeugtes Bioerdgas in

das öffentliche Gasnetz ein. In Klein Wanzleben haben MVV Energie und RES Projects drei Mitarbeiter für den Betrieb der Anlage neu eingestellt, weitere drei werden sie ab 2014 in Kroppenstedt beschäftigen.

Die Einsatzstoffe werden ausschließlich auf Ackerflächen im Umkreis von maximal 20 Kilometern rund um die Anlagen angebaut, und die Substrate können nach dem Vergären nahezu komplett als Naturdünger eingesetzt werden. Abnehmer für das ins Erdgasnetz eingespeiste Biomethan ist der Münchner Biomethanhändler bmp greengas, eine Schwestergesellschaft der RES Projects.