Brandenburg liegt bei erneuerbaren Energien an der Spitze

Brandenburg ist im Bereich der erneuerbaren Energien das führende Bundesland. Knapp dahinter folgt im Bundesländervergleich Bayern, das sich gegenüber 2010 um fünf Plätze verbessern konnte. Schlusslichter sind Berlin und Hamburg.

13. Dezember 2012

Das geht aus einer Studie hervor, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrag und in Kooperation mit der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) erstellt haben. In der Studie werden die Anstrengungen und Erfolge aller Bundesländer hinsichtlich erneuerbarer Energien miteinander verglichen. Auf dieser Basis hat die AEE das Land Brandenburg zum dritten Mal mit dem „Leitstern“ für erneuerbare Energien ausgezeichnet.

»Die Bundesländer haben erhebliche Handlungsspielräume, um ambitionierte Ausbauziele zu erreichen und zur Energiewende beizutragen«, erklärt DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert. »Der neue Bundesländervergleich ist ein entscheidender Gradmesser der Energiewende, indem er anhand von belastbaren Indikatoren Anstrengungen und Erfolge der Bundesländer misst.«

Die Anstrengungen und Erfolge bei der Nutzung erneuerbarer Energien sind in Bayern am größten. Der Freistaat liegt beim technologischen und wirtschaftlichen Wandel im Mittelfeld der Rangliste. Im Gesamtranking hat Bayern den größten Sprung aller Bundesländer gemacht. »Die erneuerbaren Energien wurden stark ausgebaut, zudem hat sich die energiepolitische Ausrichtung in Bayern stark zugunsten erneuerbarer Energien verändert«, erklärt DIW-Forscher Felix Groba.

Die Bundesländer haben beim Ausbau erneuerbarer Energien neben der Bundespolitik eine besondere Bedeutung, da sie für Genehmigungsverfahren sowie für die Raumplanung verantwortlich sind und so letztlich die Rahmenbedingungen setzen, unter denen die Energiewende vor Ort umgesetzt werden kann. Nach Ansicht der DIW-Forscher gibt es sowohl bei der Solarenergie als auch bei der Windenergie und der Biomassenutzung noch Luft nach oben. Künftig müssten erneuerbare Energien neben dem Strombereich auch verstärkt im Wärmebereich genutzt werden.