BSW Solar: Teile der Koalition gefährden Energiewende

Die jüngsten Vorstöße aus den Reihen der Koalitionsfraktion, den Zubau der Solarstromnutzung in Deutschland deutlich zu begrenzen, gefährden nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) die Energiewende. Eine Umsetzung der Vorstöße würde den Ausbau der erneuerbaren Energien ausbremsen und die Zukunftsbranche Solarenergie gefährden.

01. Dezember 2011

»Der Bundesverband Solarwirtschaft fordert die Bundesregierung auf, sich klar zur Energiewende, zum konkreten Klimaschutz und zur Solarenergie zu bekennen«, so Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V.. Die Fraktionsspitzen der Regierungskoalition im Bundestag haben sich laut des Verbandes in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) für drastische Einschnitte bei der Solarförderung ausgesprochen. Das von den Politikern aufgeführte Kostenargument, das in dem Brief im Zusammenhang mit der Forderung nach einer festen Zubaugrenze für Solarstrom in Deutschland angeführt wird, sei jedoch überholt. Durch technischen Fortschritt und Massenfertigung hätten sich Kosten und Fördersätze von Solarstrom seit dem Jahr 2007 halbiert. Der Anteil der Solarenergie am deutschen Strom-Mix von derzeit rund 3% lässt sich bis zum Jahr 2020 auf 10% steigern, ohne dass dadurch der Strompreis merklich angehoben werden müsse, wie Berechnungen von Energie-Experten belegen.

»Nur mit einem kraftvollen Ausbau aller erneuerbaren Energien und deutlich stärkerem Engagement im Bereich Energieeffizienz wird die Energiewende gelingen, lassen sich Atomenergie und fossile Energieträger ersetzen«, so Körnig. »Teile der Koalition versuchen gegenwärtig, das Rad zurück zu drehen. Die Bundesregierung muss sich jetzt klar entscheiden, wessen Interessen sie vertritt: die von Teilen der alten Energiewirtschaft oder die Interessen der Bürger«, so Körnig weiter. Alle Umfragen zeigen laut BSW-Solar, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung den Ausbau der sauberen und bürgernahen Energieform wünscht. Wer den weiteren Ausbau der Solarenergie in Frage stelle, gefährde damit die Energiewende.